Leser-Rezension zu „Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge” von Rainer Maria Rilke
am 9.02.2011
Rainer Maria Rilke, Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge
Rainer Maria Rilke über dieses Buch,
" Wie ist es möglich zu leben, wenn doch die Elemente dieses Lebens uns völlig unfaßlich sind? Wenn wir immerfrort im Lieben unzulänglich, im Entschließen unsicher und dem Tode gegenüber unfähig sind,wie ist es möglich dazusein?
Malte Laurids Brigge, 28 Jahre lebt in Paris und führt fünf Tage lang Aufzeichnungen über seine Kindheit, sein Leben in Paris, über Kriege, Über den Tod und über die Liebe.
Wenn man nun obigen Gedanken Rilkes zu Grunde legt, sind diese Aufzeichnungen ein Versuch Rilkes einen Menschen an diesen Punkt zu bringen aufzuschreiben und uns " lesen lernen" lassen,was er tief im seinem Inneren, wollen wir es Seele nennen, sieht, spürt und erkennt. Dies kann absolut grausam, aber auch wunderbar sein.
Malte schreibt......ich,Brigge, der achtundzwanzig Jahre alt geworden ist und von dem niemand weiß.Ich sitze hier und bin nichts.Und dennoch, dieses Nichts fängt an zu denken und denkt,fünf Treppenn hoch,.....,
Ein sehr anstrengendes Buch, aber auch eine Freude, auf was sich Rainer Maria RIlke da eingelassen hatte.
Es wäre hochinterressant diesen Brigge in die heutige Zeit zu versetzen.Was wären das für Bilder, würde ein Mensch heute auch nur annähernd sein wirkliches Sehen, Spüren und Erkennen in Worte fassen.
Wenn man eine Herausforderung sucht , ist dies sicher ein Buch hiefür.

