Leser-Rezension zu „Die Hüter der Rose” von Rebecca Gablé

Rezension als hilfreich gekennzeichnet: (5)

Asaviel Asaviel
Verfasst von Asaviel
am 31.01.2012
 

Meine Meinung:
Obwohl die Waringham-Bücher natürlich eine Reihe bilden und im Idealfall auch in der richtigen Reihenfolge gelesen werden sollten, ist es nicht unbedingt notwendig den vollständigen Inhalt von Band 1 (Das Lächeln der Fortuna) zu kennen, um die Handlung des zweiten Bandes gut zu verstehen und mit Spannung zu verfolgen.
Unser Protagonist ist der jüngste Spross der Waringham-Familie – John. Er soll im Prinzip ganz ähnlich wie sein Vater in eine kirchliche Laufbahn gedrängt werden, nimmt reiß aus und landet damit am Hofe des Königs. Und wie es für die Waringhamgs üblich ist, erlebt er dort eine ganze Menge.
Spannung bietet diese Geschichte von der ersten Seite an. John war mir auf Anhieb sympathisch, ebenso wie die andere wichtigen Charaktere der Geschichte. Genauso waren mir die Antagonisten sofort unsympathisch. Das erleichtert die Leseridentifikation mit dem Protagonisten ungemein.
Durch die sehr detailreiche Beschreibung der Charaktere, die sehr fein herausgearbeitet wurde und nur sehr wenige Stereotypen aufweist, erhält der Leser das Gefühl gute Freunde, die man schon lange kennt, auf ihrem Lebensweg zu begleiten.
Über weite Teile wird uns die Handlung aus Johns Sicht beschrieben, es gibt lediglich immer mal wieder kurze und wechselnde Einschübe anderer Personen, hierzu zählt zum Beispiel sein älterer Bruder Raymond, der am ehesten als das komplette Gegenteil zu dem pflichtbewussten John beschrieben werden kann.
Immer wieder liest man die Kritik, dass den armen Kindern dieser frei erdachten Familie einfach zu viel passieren würde in ihren Leben. Sie erleben und überstehen einen Schicksalsschlag nach dem anderen. Eher normale und ruhigere Jahre werden galant mit einem Zeitsprung abgedeckt. Tatsächlich ist es so, dass diese Bücher nicht die Menge an begeisterten Lesern anlocken würden, wenn sie weniger Handlung, weniger Spannung zu bieten hätten. Und darauf würde es zwangsläufig hinauslaufen. Wenn den Charakteren weniger zustößt, weniger passiert, kann es nur weniger spannende Szenen geben.
Unbedingt notwendig und vorhanden ist das Personenregister zu Beginn des Buches. Es treten eine ganze Menge Charaktere auf und da es zu den Zeiten, zu denen die Geschichte spielt, noch nicht die Namensvielfalt gab, wie wir es heute gewöhnt sind, gibt es mehrere Johns, mehrere Harrys. Da hilft eine Dramatis Personae immer den Überblick zu behalten.

Fazit: Mit diesem Buch folgt der Leser der zweiten Generation an Waringhams ins mittelalterliche England und wird damit in eine uns nicht mehr bekannte Welt entführt. Man kämpft an der Seite von Lords und Königen und leidet mit jungen Männern und Frauen. Wunderbare Geschichte, wunderbare Handlung. Ein fantastisches Buch!

 

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Die Hüter der Rose Die Hüter der Rose
Rebecca Gablé

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Die Hüter der Rose
von Rebecca Gablé

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