Leser-Rezension zu „Hiobs Brüder” von Rebecca Gablé
am 18.06.2010
Eine Gruppe von Männern werden von Mönchen auf einer Inselfestung eingesperrt. Die Mönchen sehen in den körperlichen oder geistigen Behinderungen der Männer eine Gefahr und lassen sie daher auf der Insel ein Leben außerhalb der Gesellschaft fristen.
Den Männern gelingt die Flucht von der Insel und sie bilden schnell eine Gemeinschaft, die sich respektiert und gegenseitig unterstützt.
Haupfiguren sind Losian, der sein Gedächtnis verloren hat und auf der Suche nach seiner Vergangenheit und sich selbst ist und Simon, der glaubt, durch seine Fallsucht sei er nicht fähig ein normales, erfülltes Leben zu führen.
Mich hat Hiobs Brüder auf jeden Fall gefesselt und gut unterhalten.
Besonders gut gefällt mir an den Büchern von Rebecca Gablé, dass sie es immer wieder schafft das Mittelalter lebendig werden zu lassen ohne (wie in vielen anderen Mittelalter-Romanen) die grausamen Aspekte ausführlich und detailreich zu beschreiben.
Auch die Verbindung von einen historischen Roman mit der Thematik Behinderung war für mich neu und gut umgesetzt.
Insgesamt ein typischer "Rebecca-Gable-Roman" und deshalb 5 Sterne!

