Leser-Rezension zu „Hiobs Brüder” von Rebecca Gablé
am 1.07.2010
Als großer Rebecca Gablé Fan habe ich mir kurz nach Erscheinen das Buch übers Internet bestellt und es stand sehr lange in meinem SUB-Regal. Bis ich es nicht mehr aushalten konnte und angefangen habe zu lesen.
Zu Beginn des Romans hatte ich gedacht, dass sich die Handlung allein um Simon dreht, obwohl der erste Teil als "Losian" bezeichnet ist. Umso mehr überrascht war ich dann, dass die eigentliche Hauptfigur des historischen Schmökers "Losian" bzw. "Alan" ist.
Je weiter ich gelesen habe, desto mehr habe ich mit Losian/Alan mitgefiebert, ob er denn sein Gedächtnis wiederfindet oder nicht. Ich konnte es kaum erwarten zu der Stelle zu kommen, an der er sein Gedächtnis wiedererlangt (oder nicht).
Noch bevor er herausbekam, dass er Alan of Helmsby ist, wurde der zweite Teil des Romans mit dem Titel "Alan" eingeleitet. Er selbst fühlte sich überhaupt nicht als Alan sondern immernoch als Losian und es war erst komsich für mich, ihn für Alan zu halten, genau wie er sich selbst erst noch dran gewöhnen musste.
Die Geschichte ist wieder einmal in sehr flüssigem Schreibstil erzählt worden und so fiel es mir immer schwer, das Buch zuzuklappen und darauf zu warten, weiterlesen zu können.
Sehr schön fand ich auch, dass Frau Gable gut herausgearbeitet hat, wie sich ein "ehemaliger Edelmann" zu einem ganz anderen Menschen entwickelt, weil er selbst ganz unten war.
Mein Fazit: TRAUMHAFTER HISTORISCHER ROMAN, von denen ich unbedingt noch mehr lesen möchte!

