Leser-Rezension zu „Tochter der Schuld” von Ricarda Martin

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chiara chiara
Verfasst von chiara
am 25.11.2009
 

Nachdem ich den Klappentext las, dachte ich nur: so ein ähnliches Buch hast du doch letztens schon einmal gelesen. Doch nach den ersten hundert Seiten musste ich feststellen, dass die Beschreibung auf der Buchrückseite den Leser in die Irre führt. Denn ich war davon ausgegangen, dass Edith bereits tot ist und Alayne den Hinweisen nachjagt, die die geheimnisvolle Vergangenheit ihrer Großmutter näher beleuchten. Doch stattdessen weiht Edith auf ihrem Sterbebett Tochter Blanche und Enkelin Alayne in ein Geheimnis ein, das sie schon seit Jahrzehnten mit sich herumträgt.

Dieser Roman war mein erster von Ricarda Martin und nach den ersten fünfzig Seiten hatte ich das Gefühl, dass er auch mein letzter gewesen sein wird. Denn obwohl sich das Buch sehr gut lesen lies und mich in seinen Bann zog, war die Handlung am Anfang leider ziemlich vorhersehbar. Doch als Edith begann ihre Geschichte zu erzählen, lies dieses Manko zum Glück nach. Die Autorin hat einen sehr guten Eindruck von dem Leben in Cornwall und London vor und während der Zeit des Zweiten Weltkriegs vermittelt, dass ich das Gefühl hatte selbst dabei gewesen zu sein. Außerdem fesselte mich der Schreibstil von Ricarda Martin so sehr, dass ich das Buch schon nach drei Tagen ausgelesen hatte.

Trotz der anfänglichen Vorhersehbarkeit kann ich das Buch uneingeschränkt weiter empfehlen. Denn wer über diese kleine Schwäche hinweg sieht, kann sich an einem Roman erfreuen, der einen die Zeit und das schlechte Herbstwetter vergessen lässt. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf das nächste Buch von Ricarda Martin.

 

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Tochter der Schuld Tochter der Schuld
Ricarda Martin

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Tochter der Schuld
von Ricarda Martin

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