Rezension verfasst vor 1 Jahr
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Ein ganz normaler Morgen in einem Teil von Los Angeles: Stanley, 31 Jahre alt, verwitwet und wieder bei seiner behinderten Mutter eingezogen, spannert seiner Nachbarin Sheila hinterher und schwelgt gerade in nicht jugendfreien Fantasien, als ein schweres Erdbeben die Stadt erschüttert. Was für viele Bewohner Los Angeles‘ eine Katastrophe ist, wird für Stan zur einer einmaligen Chance, denn nach dem Erdbeben ist Sheila in ihrem eingestürzten Haus eingeklemmt …. und ihm wehrlos ausgeliefert. Während Sheilas Mann Clint und ihre Tochter Barbara sich auf den Weg nach Hause machen – und dabei ihre eigenen Horrortrips erleben – beginnt für Sheila ein Alptraum und ein Kampf um Leben und Tod gegen den gefährlichen Soziopathen …
Der leider bereits verstorbene Richard Laymon liefert in diesem Buch wohl dosierten, sich langsam steigernden Horror. Er erzählt die Handlung aus der Sicht der drei Mitglieder der Familie Banner: Sheila (bzw. hier aus der Sicht ihres Peinigers Stan), Clint und Barbara. Dadurch schafft er es relativ gut, die Spannung über den ganzen Roman zu halten, allerdings mit kleinen Abstrichen, denn ab der Mitte zieht sich die Story ein wenig. Die Schockelemente sind zunächst eher zurückhaltend, steigern sich aber dann, wobei das ein oder andere Mal die Logik etwas zu kurz kommt, aber die ist bei Horrorromanen ohnehin so eine Sache. Es gibt, wenn es um die Abgründe der menschlichen Seele in Extremsituationen geht, sicher bessere Bücher, aber Richard Laymon liefert gute, solide Unterhaltung bis zur letzten Seite.
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