Leser-Rezension zu „Der Käfig” von Richard Laymon
am 6.01.2012
Grauenhaft - im wahrsten Sinne des Wortes! Selten habe ich ein Buch gelesen, dessen Geschichte so wirr ist und an den Haaren herbeigezogen wurde.
Einbrecher zerstören durch einen dummen Zufall die Siegel an Amaras Sarg,
die die ziemlich ungemütliche Mumie all die Jahre dort drin gefangen gehalten haben.
Wie die Mumie überhaupt in den Besitz des reichen Ägyptologen gekommen ist, erfährt man später. Gleichzeitig erzählt Laymon noch die Geschichte eines jungen Mannes, der entführt und in einer unterirdischen Käfiganlage gefangen gehalten wird, wo er ziemlich perverse Dinge erlebt. Außerdem treiben sich da noch drei
Aussteiger herum, die vor ihrem alten Leben geflüchtet sind. Alles läuft irgendwie zusammen und am Ende gibts mal wieder ein extrem blutiges Ende. So weit, so gut. Der Plot ist dermaßen verwirrend und es erscheint am Anfang völlig sinnlos, warum überhaupt von diesen drei völlig verschiedenen Schicksalen berichtet wird.
Das ist nichts Neues, wird es doch in anderen Büchern sehr gut umgesetzt. Leider schafft es Herr Laymon nicht, die Geschichten sinnvoll ineinander laufen zu lassen,
sondern zerrt ein haarsträubendes Ende herbei, wo die drei Gruppen aufeinander treffen. Das liegt wahrscheinlich auch daran, weil er sich mehr darauf konzentriert hat, die Gewalt und den Grad an abartigen Sexspielchen auf höchstem Niveau zu halten. Denn das ist es, wovon man so ziemlich jede zweite Seite liest und ich habe mich wieder einmal gefragt, wer sich sowas ausdenkt.
Dies war schon die zweite Chance, die ich Laymon gegeben habe, nachdem ich von einem anderen Buch aus seiner Feder genauso wenig begeistert war. Leider hat das mit dem Überzeugungsversuch wieder nicht geklappt.Ich frage mich wirklich, was Stephen King und Co. dazu veranlasst hat, Richard Laymon als supertollen Horrorautor zu preisen, da gibt es tausend andere, die es zehnmal besser können.
Das war definitv das Letzte was ich von ihm gelesen habe!

