Leser-Rezension zu „Der Regen” von Richard Laymon
am 9.05.2010
Die Handlung von <Der Regen> ist augenscheinlich schnell erzählt. In der Kleinstadt geschah ein Mord, welcher die Gemüter der Einwohner in Aufruhr versetzt, doch dies ist nicht genug. Dieser schaurigen Tat folgt ein Regen, welcher auf die Stadt niederprasselt und den Ort mit seinen Bewohnern für immer verändern soll. Der Regen ist schwarz und warm. Doch das seltsame Aussehen und die wohlige Wärme ist es nicht, was ihn ohnehin schon besonders macht. Nein. Der Regen verändert die Leute in Bixby. Sie sehen aus wie in ein Tintenfass getunkt und auch ihr Charakter bleibt nicht verschont. Sie werden zu einer mordenden Masse.
Der Leser begleitet das Buch über die kämpferische Front, welche vom Regen verschont blieb und sich nun gegen die triefenden Mordmaschinen zu Wehr setzt. Beispielsweise lesen wir von Trev, dem Polizisten, welcher einfach nur das Mädchen seiner Träume finden und aus diesem Elend rausbringen möchte. Dann lesen wir von Denise, welche an diesem Abend als Babysitter eingesprungen ist und nun versucht Mädchen und Haus zu schützen.
Alles in allem ein Laymon wie man ihn (fast) kennt, doch hält er sich diesmal arg zurück was die sexuelle Komponente angeht und auch sonst wirkt die Geschichte etwas flach, obwohl ich die Idee wirklich klasse fand. Doch leider geht zum Schluss hin alles etwas unter und der Grund des anhaltenden Regens wird zwar geklärt, aber eher husch husch. Von anderen Werken erhoffe ich mir doch mehr.

