Leser-Rezension zu „Eine Nacht mit Lolita” von Rick Gekoski
am 3.08.2009
Rick Gekoski kauft und verkauft wertvolle Erstausgaben. In der “Einführung” berichtet er zuerst, wie er zu diesem Beruf gekommen ist, was mir sehr gut gefallen hat. So gab es einen interessanten Einstieg in das Buch und ich finde, ohne diesen kurzen Bericht, hätte das Buch mir etwas weniger gefallen.
In den nächsten 15 Kapiteln erzählt er zu jeweils einem Buch interessante Anekdoten und Hintergrundwissen. Die Kapitel sind alle ca. 10 Seiten lang und lassen sich auch alle recht flott und in einem Zug lesen.
Zu folgenden Büchern hat er etwas geschrieben:
# Lolita von Vladimir Nabokov
# Der kleine Hobbit von J.R.R. Tolkien
# Herr der Fliegen von William Golding
# Das Bildnis des Dorian Grey von Oscar Wilde
# Unterwegs von Jack Kerouac
# Ulysses von James Joyce
# Söhne und Liebhaber von D.H. Lawrence
# Der Fänger im Roggen von J.D. Salinger
# Die sieben Säulen der Weisheit von Thomas Edward Lawrence
# The Colossus and Other Poems von Sylvia Plath
# Wiedersehen mit Brideshead von Evelyn Waugh
# Drei Geschichten und zehn Gedichte von Ernest Hemingway
# Die satanischen Verse von Salman Rushdie
# Gedichte (1919) von T.S. Eliot
# Harry Potter und der Stein der Weisen von J.K. Rowling
Von diesen 15 Büchern habe ich bisher nur drei Bücher gelesen, aber dennoch hat mir das Buch viel Spaß gemacht. Gekoski erzählt amüsant über Begebenheiten mit diesen Büchern, wie er an die Erstausgaben gekommen ist, wie viel sie wert sind, und auch viel Wissenswertes über die jeweiligen Autoren. Und das hat mir am besten gefallen.
Allerdings fand ich Gekoski teilweise etwas überheblich, wenn er z.B. davon erzählte, dass Tolkien direkt unter ihm wohnte oder über irgendwelche hohen Preise von Erstausgaben erzählte. Das fand ich dann doch etwas störend und ich habe auch die ein oder andere Seite nur überflogen.
Für Buchliebhaber bietet “Eine Nacht mit Lolita” eine recht kurzweilige Unterhaltung, die sich aber für mich gelohnt hat. So sind viele der Bücher auf meine Wunschliste gewandert und andere Bücher, die noch subben, hat Gekoski mir Lust gemacht, sie zu lesen.

