Viel zu lange habe ich gewartet die Bücher um Percy Jackson zu lesen, doch nun habe ich endlich angefangen. Gleich der erste Band überzeugt durch seine besondere, fantastische Idee, recht viel Spannung und tolle, sympathische Charaktere.
Auch wenn noch etwas Luft nach oben bleibt, werde ich mir die nächsten Bände ganz sicher nicht entgehen lassen.
Zum Inhalt: Percy war schon immer ein "Problemkind", aber jetzt wird es langsam auch für ihn zuviel des Guten. Es scheint als hätten fiese Monster der griechischen Mythologie es auf ihn abgesehen!
Als er dann auf seiner Flucht nach Camp Halb-Blood kommt, erfährt Percy schnell den Grund dafür, denn sein Vater soll ein griechischer Gott sein. Percy hat kaum Zeit sich von diesem Schock zu erholen, schon erfährt er, dass die Götter kurz vor einem neuen Krieg stehen, der die ganze Menschheit bedrohen wird. Es gibt nur eine Chance: Percy muss mit seinen Freunden in die Unterwelt... direkt zu Hades.
Ich liebe die Grundidee des Buches. Götter, die zu jeder Zeit immer wieder Verhältnisse zu Sterblichen anfangen und dann Halbgötter zeugen, die auf der Welt leben und irgendwann im Camp Half-Blood auftauchen.
Schon allein für diese Idee verdient das Buch einiges an Aufmerksamkeit. Wenn man dann das Lesen beginnt fühlt man sich sehr schnell wohl und kann in Percys Welt so richtig eintauchen.
Schade fand ich mal wieder, dass der Klappentext gleich zuviel über den Inhalt des Buches verrät. Wer Percys Vater ist hätte da wirklich nicht gleich genannt werden müssen, denn das nimmt doch einiges an Spannung. Während die Camp Bewohner noch darum rätseln, weiß man als Leser leider schon wieder genau Bescheid. Da kann man nur hoffen, dass man sich nicht direkt vorm Lesen den Klappentext durchgelesen hat, sonst ist da schon gleich mal einiges vom Spaß am Anfang weg.
Die Charaktere sind sehr schön gezeichnet und auch wenn sie alle im jungen, jugendlichen Alter sind, konnte man schnell mit ihnen mitfühlen. Jeder hat irgendwie seine eigene Geschichte und ich freue mich darauf noch mehr in den nächsten Bänden über die Charaktere zu erfahren.
Mein einziger Kritikpunkt wäre, dass es zwischendurch doch schon mal etwas langatmiger war. Dadurch, dass Percy, Grover und Annabeth die meiste Zeit auf der Reise sind, gibt es auch immer wieder Phasen die nicht ganz so spannend sind und für die ich dann etwas länger gebraucht habe. Trotzdem hat der Autor versucht immer nach solchen kleinen Phasen ein neues Monster und damit auch neue Spannung aufzubringen, sodass sich das Buch trotzdem gut lesen ließ.
Allein schon, was man in diesem Buch alles über die griechischen Götter lernen kann ist beeindruckend. Ich kannte zwar vorher ein paar Namen, aber irgendwelche Verbindungen oder Details kannte ich nicht. Dank diesem Buch und dem noch unterstützenden Glossar am Ende, habe ich nach dem Lesen wirklich das Gefühl neben der Unterhaltung auch einiges gelernt zu haben.
Der erste Band ist übrigens in sich komplett abgeschlossen. Natürlich bleibt eine unterschwellige Gefahr, die noch einiges an Stoff für die nächsten Bände liefern wird, aber es gibt keinen bösen Cliffhanger, der die Leser dazu zwingt, sich sofort das nächste Buch der Reihe zu kaufen. Besonders für jüngere Leser finde ich das doch immer wieder wichtig.
Fazit: Das Buch ist nicht nur für Jugendliche eine richtig fantastische Geschichte. Jeder, der sich irgendwie für griechische Götter interessiert wird mit diesem Buch jede Menge tolle Stunden verbringen können. Die Geschichte ist meist spannend und der Lerneffekt ist dazu auch noch gegeben. Ich werde nun auf jeden Fall auch die weiteren Teile lesen und freue mich schon die Bewohner des Camp Half-Blood wieder zu treffen.
Empfehlenswert also für Erwachsene und besonders auch Jugendliche, die mehr wissen wollen über Zeus, Hades, Poseidon und Co.