4,5 von 5 Sternen (Tendenz 5)
Inhalt:
2.Teil der Percy Jackson Reihe
Percy hat sein Schuljahr fast ohne Probleme überstanden, doch am letzten Tag geht es mal wieder drunter und drüber. Das ist aber noch nicht das schlimmste, denn Percy erfährt, dass Camp Half Blood nicht mehr sicher ist und er hat merkwürdige Träume über Grover. Ist sein Freund in Gefahr? Muss er ihn retten?
Meinung:
Cover/Illustrationen 5/5 – Das Cover ist wie schon bei Teil 1 einfach unbeschreiblich schön. Der Einband fühlt sich samtig an, die Farben sind extrem gut aufeinander abgestimmt und die Zeichnungen sehen sehr gut aus. Die Innenseiten des Einbandes sind grell orange und passen sehr gut zum Cover.
Aufmachung. 5/5 – Für ein Jugendbuch sind die Kapitel genau richtig abgemessen. Die Schrift ist sehr groß und somit liest sich das Buch sehr leicht und schnell, auch für Wenigleser oder Anfänger.
Grundidee 5/5 – Dieses Teil hat mir sehr gut gefallen. Viel besser noch als Teil 1. Es gibt wieder viel Action und witzige Dialoge. Ich persönlich mag den SEHR lockeren, humorvollen Umgang mit der griechischen Götterwelt. Das trifft zum größten Teil meinen Geschmack. Ich kann mir allerdings vorstellen, dass Leute die sich sehr ernsthaft mit dieser Thematik beschäftigen etwas geschockt sein könnten. Da dies der zweite Teil der Reihe ist und man unbedingt in der richtigen Reihenfolge lesen sollte, wird der Leser aber schon wissen auf was er sich einlässt.
Glaubwürdigkeit 4/5 – Dieses Buch ist ein typisches Jugendbuch für die jüngere Generation (ab 12). Es gibt keine tiefgründigen Entscheidungen oder sie werden nicht als solche ausgearbeitet. Die meisten Handlungen und Reaktionen sind für Kinder und Jugendliche nachvollziehbar, man sollte aber nicht anfangen diese zu analysieren. Bei manchen Reaktionen, vor allem von Clarisse, musste ich allerdings den Kopf schütteln und sie kamen mir zu ihrem beschriebenen Charakter zu kindisch vor. Einerseits ist sie schon eine taffe Kriegerin, dann spring sie plötzlich wie eine 6jährige herum und macht völlig unsinnige Dinge in gefährlichen Situationen. Das passt überhaupt nicht!
Umschreibungen 5/5 – Die Umschreibungen sind nicht sehr detailreich, aber trotzdem schafft es der Autor dem Leser ein konkretes Bild zu vermitteln. Es werden wenige markante Merkmale genannt und der Rest wird der Fantasy überlassen, was sehr gut funktioniert. Für ein Jugendbuch genau richtig.
Schreibstil 4,5/5 – Auch hier, wie so häufig in diesem Genre, wird wieder aus der Ich-Perspektive geschrieben. Gott sei Dank aber in der Vergangenheit. Ich persönlich finde die Gegenwartserzählungen, die neuerdings so IN sind einfach schrecklich. Die Sätze sind angenehm lang und nicht abgehakt und kurz. Es liest sich flüssig.
Spannung 5/5 – Als Erwachsener steigt man schnell durch und ist auch am Ende nicht extrem überrascht. Für ein Kinder- und Jugendbuch, dass auch für 12 Jährige geeignet ist fand ich es überraschend spannend, recht komplex durchdacht und nicht durchsichtig. (das bilde ich mir zumindest ein) Es ist ein Abenteuerroman, der an keiner Stelle an Fahrt verliert und immer wieder überraschende Wendungen aufweist.
Humor 3,5/5 – Das ist meiner ganz persönliche Wertung und die werde ich nicht in die Gesamtwertung einfließen lassen. Für mich ist der Humor zu kindlich, aber für die Altersgruppe ist er sicher genau richtig. Vor allem Jungs werden dieses Buch sehr mögen. An manchen Stellen konnte selbst ich schmunzeln, aber an anderen konnte ich mir nur sagen, dass ich es wohl im Alter von 12 Jahren lustig gefunden hätte. Und für diese Altersgruppe ist das Buch meiner Meinung nach gedacht.
Emotionen 3,5/5 – Es ist und bleibt ein Kinderbuch. An einigen Stellen wird versucht tiefere Emotionen mit einzubauen allerdings sind sie trotz allem zu oberflächlich. Für die Altersgruppe 12 bis 14 Jahren ist es aber okay.
Charaktere 4,5/5 – Das absolute Highlight dieses Buches ist Tyson. Der Charakter ist so sympathisch. Ich habe den großen Kerl wirklich in mein Herz geschlossen. Eine Entwicklung machen die Charaktere allerdings kaum durch, sie bleiben relativ starr in ihrem Verhaltensmustern und Handlungen. Das finde ich schade. Lediglich Percy reflektiert einige Dinge und macht dadurch eine geringe soziale Entwicklung durch. Aber auch hier muss man wieder bedenken, dass es ein Kinderbuch ist. Die Nebencharaktere bleiben leider extrem flach und manchmal durch den gewöhnungsbedürftigen Humor sogar sehr unrealistisch. Durch die 3 wirklich überzeugenden Hauptcharaktere wird dies allerdings abgemildert.
Lesergruppe:
Dieses Buch wird Jungen begeistern. Mädchen, die gern Abenteuerromane lesen natürlich ebenso. Ich denke das Buch kann man trotz der vielen Action getrost ab 12 Jahren lesen. Es bleibt trotz der vielen gefährlichen Szenen mit Hilfe des dominanten Humors und der unblutigen Beschreibung sehr harmlos.
Der angehende Leser sollte wissen, dass die Götterwelt hier auf eine sehr humorvolle Art und Weise dargestellt wird. Das mag man oder man mag es nicht.
Fazit:
4,5/5 (Tendenz 5)
Das Buch besticht durch seine sehr spannende und gut durchdachte Handlung und einen großartigen Nebencharakter. Der Humor ist allerdings kindlich und an manchen Stellen werden Götter und Fabelwesen schon grenzwertig ins Lächerliche gezogen. Das sollte man bedenken bevor man das Buch beginnt.