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Alle anzeigengiulianna
Vor 1 Jahr
(9)Hannes, was ist nur geschehen... seit Wochen liegst du im Koma und gibst keinen Ton mehr von Dir. Dein bester Freund Uli besucht dich aufopferungsvoll so oft er kann neben seiner Arbeit als Zivi. Er berichtet dir von seinem Alltag und versucht dir ein Freund zu sein, obwohl du seine Freundschaft nicht erwidern kannst. Alles, was du noch geben kannst, ist deine Präsenz. Du liegst in deinem Krankenhausbett und zuckst mit keiner Wimper. Auch nicht, als sich Dramen neben deinem Bett abspielen. Alle stehen unter Anspannung, deine Freunde, deine Eltern. Für niemanden ist die Situation leicht und du, du liegst nur da. Es wird Sommer und danach wieder Herbst und du, du liegst nur da...
Seit einem Motorradunfall liegt Hannes im Krankenhaus. Rita Falk setzt sich in ihrem Roman damit auseinander, was diese Situation für das Umfeld bedeutet; für Freunde und Familie - vor allem, wenn es sich nicht nur um Tage, sondern Wochen und Monate dreht. Das Leben außerhalb des Krankenhauses geht weiter, während für Hannes die Zeit stillzustehen scheint.
Gut gewählt fand ich die Tagebuchform. In vielen beinahe täglichen Einträgen berichtet Hannes bester Freund Uli von allem, was abseits des Krankenbettes geschieht - von seinem Alltag als Zivildienstleistender, seinen Begegnungen im Krankenhaus mit Ärzten, Freunden und Familie. Auch wenn Uli auf mich manchmal etwas überheblich in seiner Art wirkt, bewundere ich dennoch sein Durchhaltevermögen, seinen Willen seinem Freund auch in dieser schweren Situation ein guter Freund sein zu wollen.
Literarisch hat das Buch mich leider nicht überzeugen können. Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten, dabei ist Uli ein cleverer Junge, dessen Gedanken gar nicht so simpel gestrickt sind. Zeitweise fühlte ich mich beinahe gelangweilt. Der Inhalt des Romans ist an sich interessant. Niemand wünscht sich eine ähnliche Situation erleben zu müssen. Dennoch konnte mich das Buch nicht mitreissen. Daher nur 3 Sterne von mir.
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