Robert Kurz
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Bekannteste Bücher
Weltmacht und Weltkrise
304 Seiten, Sach-/Fachbuch:
Wer Robert Kurz liest, versteht, wie die Weltkrise funktioniert Die Weltwirtschaftskrise wird wahrgenommen wie ein Hollywood-Spektakel mit eingebautem Happy End. Doch die Krise liegt im System. Die kapitalistische Dynamik hat sich erschöpft. Wir sind auf dem Weg in eine große Weltdepression. Statt langfristige Entwicklungen zu beobachten, lassen wir uns vom kurzfristigen Zeithorizont der Märkte und den unmittelbaren Erwartungen der Marktteilnehmer leiten. Dieser selbst auferlegten Froschperspektive, die sich auch in der aktuellen Krisenliteratur spiegelt, setzt Robert Kurz historische Tiefenschärfe entgegen. Er beschreibt die ökonomischen Einschnitte der Nachkriegsgeschichte nicht als Resultat von Wirtschaftspolitik, sondern umgekehrt die Wirtschaftspolitik als Reaktion auf eine blinde Dynamik des Weltmarkts. Während die gängigen Erklärungsmuster die Krise auf »Exzesse« von gierigen Bankern zurückführen, zeigt Robert Kurz,...
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Fester Einband: 304 SeitenErschienen bei: Eichborn, 2011
Genre: Sach-/Fachbuch
ISBN: 9783821865270
Schwarzbuch Kapitalismus
816 Seiten, Sach-/Fachbuch: marxismus, marktwirtschaft, kapitalismus, kommunismus, neoliberalismus
Der Lebensstandard breiter Bevölkerungsgruppen sinkt, die Arbeitslosigkeit nimmt zu, der Ausweg in die Dienstleistungsgesellschaft erweist sich als Illusion. Die Marktwirtschaft wird mit ihren Produktivitätssprüngen - Automation und Globalisierung - nicht mehr fertig.§Robert Kurz seziert die Marktwirtschaft, zeichnet die drei industriellen Revolutionen nach und belegt, wie der Kapitalismus aus weitverzweigten Wurzeln und vielen Quellen im Laufe der Geschichte Varianten seiner inneren Widersprüchlichkeit hervorgetrieben hat: Liberalismus und Sozialdemokratie, den Staatsozialismus als Form nachholender Modernisierung, aber auch immer wieder Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus.§Es zeigt sich, dass di e bisherigen Gegenentwürfe das Wesen der kapitalistischen Geldmaschine ungangetastet ließen und selber nur Trendsetter jener permanenten 'Modernisierung' waren, die sich zunehmend als antisozialistischer Drohbegriff entpuppt. Aber ausgerechnet in demselben Maße, wie er von allen Parteien zum alternativlosen Schicksal der Menschheit erklärt wird, treibt der Kapitalismus heute auf eine ausweglose Situation zu.
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Fester Einband: 816 SeitenErschienen bei: Eichborn
Genre: Sach-/Fachbuch
ISBN: 9783821804910
Das Weltkapital
480 Seiten, Sach-/Fachbuch: 0
Unbeeindruckt von der Debatte um die Globalisierung geht die Herausbildung eines transnationalen Weltkapitals jenseits der alten Nationalökonomien weiter. Dabei zeigt sich, daß die Erklärungsversuche der 90er Jahre zu kurz gegriffen haben. Die Deutungs- und Bewältigungsmuster blieben pragmatisch und moralisch; die Orientierung war rückwärts gewandte und ging über den Begriffshorizont der traditionellen politischen Ökonomie nicht hinaus. Robert Kurz verläßt diesen Rahmen, um die neue Qualität der kapitalistischen Entwicklung jenseits der veralteten Interpretationsmuster zu untersuchen. Es erweist sich, daß mit der 3. industriellen Revolution der im modernen warenproduzierenden System strukturell angelegte Widerspruch von Nationalismus und Universalismus reif geworden ist. Dabei handelt es sich nicht um die Wiederkehr des Immergleichen, sondern um einen historischen Entwicklungsprozeß. Im Unterschied zur bisherigen Geschichte bildet sich heute eine durch globale Rationalisierungsketten organisierte Betriebswirtschaft heraus, gesteuert von entsubstantialisierten Finanzblasen. Da bedarf es nicht weniger als einer Umwälzung der Gesellschaft über die warenproduzierende Moderne hinaus.
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Flexibler Einband: 480 SeitenErschienen bei: edition TIAMAT, 2005
Genre: Sach-/Fachbuch
ISBN: 9783893200856
Weltordnungskrieg
447 Seiten, Sach-/Fachbuch: 0
Die Krise des Weltsystems und die neue Begriffslosigkeit Soweit in einer Zeit, in der das herrschende System keiner Legitimation mehr zu bedürfen scheint, überhaupt noch reflexiv gedacht wird, wirkt dieses Denken merkwürdig anachronistisch. Das gilt nicht nur für den aktuellen Inhalt, sondern auch für die Kategorien selbst, in denen dieser Inhalt sich darstellt. Wie es in wachsendem Umfang neue und schreiende soziale Gegensätze gibt, die sich aber nicht mehr mit eindeutigen soziologischen Modellen oder Klassenbegriffen erklären lassen, ebenso sind neue globale Wirtschaftskonflikte, Kulturkämpfe und Kriege zu beobachten, die nicht mehr in den bisherigen Begriffen der Wirtschafts-, Innen- und Außenpolitik beschrieben werden können. Zwar nimmt die seit Anfang der 90er Jahre (ungefähr zeitgleich mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion) geführte sogenannte Globalisierungsdebatte eine ganze Reihe neuer Phänomene wahr, die jedoch durch das alte kategoriale Raster gefiltert werden, weil kein anderes begriffliches Bezugssystem zur Verfügung steht. So stellt man einerseits einen Bedeutungsverlust der Politik und einen Souveränitätsschwund der Staaten fest, drückt diese empirischen Erscheinungen andererseits gleichwohl immer noch in herkömmlichen Begriffen der Politik und der staatlichen Beziehungen aus. Damit hängt zusammen, dass eine Orientierung, soweit sie überhaupt noch versucht wird, vornehmlich rückwärtsgewandt ist, nämlich als Hoffnung auf und Konzeptheckerei für irgendeine „Wiedergewinnung des Politischen“; und auch deswegen erweist sich die Sichtweise des Neuen als phänomenologisch beschränkt, während der Begriffsapparat der alte bleibt und krampfhaft festgehalten wird. Das zeigt sich nicht zuletzt auf der Ebene der internationalen oder zwischenstaatlichen Verhältnisse, wenn ebenso vollmundig wie unangemessen von einer „Weltinnenpolitik“ die Rede ist. Diese besonders in grün-sozialdemokratischen Kreisen beliebte und besinnungslos heruntergebetete Phrase beweist ganz unmittelbar, dass hier eine bloße Projektion alter bürgerlicher Begriffe auf eine unverstandene neue Entwicklung stattfindet. Dabei drängt sich die Parallele zur Debatte um die Krise der Arbeitsgesellschaft auf. Auch in dieser Hinsicht wird ständig das Neue der Erscheinungen betont, während die Arbeitskategorie selber als stummes A priori geradezu tabuisiert bleibt und sämtliche Konzepte oder gar Heilsbotschaften auf die Erhaltung dieser Kategorie in irgendeiner Form und nahezu um jeden Preis hinauslaufen. Die Analogie in der Vorgehensweise verweist auf den inneren Zusammenhang der beiden Komplexe: Die Krise der Weltarbeit und die Krise der Weltpolitik stellen nur verschiedene Aspekte ein und desselben weltgesellschaftlichen Prozesses dar. Solange der Kalte Krieg als Systemkonflikt zwischen zwei ungleichzeitigen Erscheinungsformen bzw. Entwicklungsstufen des modernen warenproduzierenden Systems tobte, überlagerte er ein tiefer liegendes Problem, das auf diese Weise verborgen blieb. Unter der Oberfläche des Kalten Krieges bildete sich eine globale prozessierende Krisenstruktur aus, die mit dem Zusammenbruch des Staatskapitalismus schlagartig ans Licht trat, jedoch unter dem Eindruck der Nachkriegsgeschichte nur ideologisch verzerrt wahrgenommen werden konnte. Was als „Sieg“ des westlichen Kapitalismus erschien, entpuppte sich im Verlauf der 90er Jahre als irreversibler sozialökonomischer Zusammenbruch zunächst von großen Teilen der Peripherie des Weltmarkts. Im Zentrum dieses Krisenprozesses steht das Abschmelzen der reellen (real Wert bildenden) kapitalistischen Arbeitssubstanz durch die dritte industrielle Revolution, die zunehmende „Ausbeutungsunfähigkeit“ des Kapitals aufgrund seiner eigenen technologischen Produktivitätsstandards und damit die Entsubstantialisierung des Geldes (Entkoppelung der Finanzmärkte von der Realökonomie). Diese innere Logik der Krise wirkt sich jedoch nicht nur als Strukturbruch auf der Ebene der Weltmarktbeziehungen aus (Globalisierung des Kapitals), sondern auch als Strukturbruch auf der Ebene des weltpolitischen Systems (Ende der Souveränität und des Völkerrechts). Was unter dem Rubrum der Globalisierung als weltumspannender positiver und zukunftsmächtiger Wandel verkauft wird, lässt sich in dieser Hinsicht längst als Zersetzungsprozess der herrschenden Produktions- und Lebensweise dechiffrieren, die in einen schrumpfenden globalen Minderheitskapitalismus einerseits und dessen Barbarisierungsprodukte andererseits zerfällt. Dabei kann der dem Kapitalverhältnis immanente strukturelle Widerspruch von Staat und Markt bzw. von Politik und Ökonomie sowohl auf der Ebene der Nationalstaaten als auch auf der Ebene des Weltsystems nicht mehr ausgehalten werden. Was sich innenpolitisch als Austrocknungsprozess der staatlichen Souveränität darstellt, erscheint außenpolitisch als Verfall der internationalen Beziehungen. Auf beiden Ebenen gerät die Vermittlung des Widerspruchs ins Schwimmen. Zwar bestehen die Nationalstaaten als formale Hüllen und als (zunehmend repressiv in der Krisenverwaltung agierende) Apparate weiter, aber ihrer kohärenten nationalökonomischen Grundlagen beraubt. Umgekehrt wachsen die transnationalen Kapitale und ihre Märkte zwar über das bisherige nationale und internationale Bezugssystem hinaus, zerstören aber gerade dadurch zunehmend ihre eigenen Rahmenbedingungen. So entstehen unkontrollierte und unkontrollierbare Verlaufsformen, in denen die unheilbaren Selbstwidersprüche des Weltkapitals kulminieren. Es ist nicht nur eine allgemeine Denkfaulheit, die es verhindert, dass eine den neuen Phänomenen entsprechende neue Begrifflichkeit entwickelt wird. Denn es handelt sich bei den in Frage stehenden Begriffen von Nationalökonomie, Nationalstaat, nationaler Innen- und Außenpolitik bzw. einer darauf beruhenden nationalen Interessen- und „Einfluss“-Politik (Imperialismus) nicht um Ausdrücke einer bestimmten vorübergehenden Entwicklungsstufe, sondern ähnlich wie beim Begriff der Arbeit um Grundkategorien des modernen Gesellschaftssystems selbst, und zwar in allen seinen Variationen. Die neuen Phänomene sind Krisenphänomene neuen Typs, weil sie in keinen höheren Aggregatzustand der bürgerlichen, über die Warenproduktion vermittelten Vergesellschaftung mehr führen, sondern deren eigene kategoriale Krise bilden. Deshalb kann die Entwicklung auch nicht mehr vom Standpunkt der bestehenden Weltordnung aus bestimmt werden, sondern nur unter dem Gesichtspunkt von deren Selbstzerstörung. Genauer gesagt: Es gibt gar keine positive, tragfähige „Entwicklung“ auf diesem gesellschaftlichen Boden mehr. Das bedeutet, dass in die Analyse zusammen mit dem Verfall der zugrunde liegenden gesellschaftlichen Beziehungen auch der Zerfall der Begriffe mit eingehen muss, in denen diese Ordnung sich darstellt. Und in diesem Sinne sind nicht nur die Begriffe des ökonomischen, sondern auch die Begriffe des politischen Weltsystems obsolet. Die verheerenden Terroranschläge gegen die USA am 11. September 2001 haben buchstäblich blitzartig deutlich gemacht, was längst vorher absehbar gewesen ist: Die weltumspannende gesellschaftliche Vernetzung nicht über bewusste Vereinbarungen und durch menschliche Selbstbestimmung, sondern über die blinden Gesetze der Konkurrenz und der Finanzmärkte bringt nicht nur neuartige strukturelle Krisen hervor, sondern auch ebenso neuartige subjektive Hass- und Vernichtungspotentiale, in denen sich die Zersetzung der bürgerlichen „politischen Subjektivität“ darstellt. Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer, die „unsichtbare Hand“ eines losgelassenen totalitären Ökonomismus schlägt ebenso erbarmungslos zu wie die andere „unsichtbare Hand“ einer blinden „postideologischen“ und „postpolitischen“ Wut, deren pseudo-religiöses Gestammel unfreiwillig beweist, dass sich jede rationalistische Legitimation der sogenannten „Modernisierung“ restlos erschöpft hat. Die Ratio der warenproduzierenden, auf der unendlichen Verwertung als Selbstbewegung des Geldkapitals beruhenden Weltgesellschaft ist selber jener Schlaf der Vernunft. Aber diese zum „Pragmatismus“ herabgesunkene, also zur kritischen Reflexion und Selbstreflexion nicht mehr fähige moderne Rationalität eines irrationalen Selbstzwecks kann und will ihre Grenzen nicht sehen, und so macht sie einfach stur weiter und versucht, ihre eigenen Dämonen als ein fremdes und äußeres „Sicherheitsproblem“ zu definieren. Der unaufhaltsame Zerfall der Ökonomie soll mit ökonomischen, der ebenso unaufhaltsame Zerfall der Politik mit politischen Mitteln aufgehalten werden. Die Weltherrscher des Kapitals begreifen ihre eigene Welt nicht mehr. Um das scheinbar Unbegreifliche dennoch begreifen zu können, ist es notwendig, in krassem Gegensatz zur pragmatischen Ideologie der herrschenden Funktionseliten, die heute in Wahrheit nur noch den totalitären Anspruch der Ökonomie an der Welt exekutieren, den ganz und gar nicht modischen Standpunkt radikaler Distanz und Kritik einzunehmen. Erst aus dieser Position ist es möglich, die Zersetzungs- und Selbstzerstörungsprozesse des Weltsystems als solche zu erkennen, die Zusammenhänge in ihrer historischen Dimension aufzurollen und gleichzeitig als aktuell erscheinende Grenze der kapitalistischen Dynamik zu dokumentieren.
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Flexibler Einband: 447 SeitenErschienen bei: Horlemann, B, 2003
Genre: Sach-/Fachbuch
ISBN: 9783895021497
Schwarzbuch Kapitalismus
827 Seiten, Sach-/Fachbuch:
Zornig und kompromisslos - das richtige Buch zur richtigen Zeit »Es kann nur noch ein Abenteuer geben: die Überwindung der Marktwirtschaft jenseits der alten staatssozialistischen Ideen. Danach mag eine andere Geschichte beginnen.« Der Lebensstandard breiter Bevölkerungsschichten sinkt, die Arbeitslosigkeit nimmt zu, und der Ausweg in die Dienstleistungsgesellschaft erweist sich als Illusion mit Arbeitslöhnen knapp oberhalb oder unterhalb des Existenzminimums. Die Marktwirtschaft steckt in der Globalisierungsfalle und die weltweite Finanzkrise vernichtet in jeder Minute mehr Kapital als sich selbst gut bezahlte Investmentbanker in den kühnsten Träumen vorstellen können. In einer Analyse der drei großen industriellen Revolutionen zeigt Robert Kurz, weshalb die Wachstumsdynamik der letzten 200 Jahre zwangsläufig erlischt und warum das bisherige System von Arbeit, Geldeinkommen und Warenkonsum nicht mehr zu retten ist.
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Fester Einband: 827 SeitenErschienen bei: Eichborn, 2009
Genre: Sach-/Fachbuch
ISBN: 9783821873169
Der Alptraum der Freiheit
120 Seiten, Sach-/Fachbuch:
Die berühmte und in demselben Maße, in dem die Krise sich verschärft, immer verzweifelter beschworene „westliche Freiheit“ sowie ihre angeblich universell gültigen „Werte“, sind zu einem Alptraum geworden. Auf der Höhe der Krise kapitalistischer Vergesellschaftung und mitten im „Kollaps der Modernisierung“ (Robert Kurz) müssen braves Schuldenken und artige Gelehrsamkeit ad acta gelegt werden zugunsten radikaler Kritik. Mit dem Kapitalismus ist nach dem bekannten Satz Hegels „eine Gestalt des Lebens alt geworden“. Es kann nicht darum gehen, diese Gestalt immer wirkungsloser bleibenden Verjüngungskuren zu unterziehen. Die im hier vorgelegten Band zusammengefaßten Essays, Kritiken und Polemiken von Robert Kurz, Roswitha Scholz und Jörg Ulrich versuchen unter anderem, die Vergeblichkeit solchen Unterfangens von verschiedenen thematischen Zugängen her zu demonstrieren. Robert Kurz, geboren 1943, lebt als freier Publizist in Nürnberg. Buchveröffentlichungen u.a.: „Der Kollaps der Modernisierung“ (1991), „Schwarzbuch Kapitalismus“ (1999), „Weltordnungskrieg“ (2003), „Blutige Vernunft“ (2004), „Das Weltkapital“ (2005) Roswitha Scholz, geb. 1959, Dipl. Sozialpädagogin, freie Publizistin und Redakteurin der Theoriezeitschrift EXIT!, lebt in Nürnberg. Buchveröffentlichungen u.a.: „Das Geschlecht des Kapitalismus“ (2000), „Differenzen der Krise - Krise der Differenzen“ (2005) Jörg Ulrich, Dr. rer. soc., geboren 1954, freier Publizist, lebt in Blaubeuren bei Ulm. Buchveröffenlichungen u.a.: „Individualität als politische Religion“ (2002), „Masken und Metamorphosen des Heiligen“ (2004)
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Flexibler Einband: 120 SeitenErschienen bei: Verlag Ulmer Manuskripte/Textwerkstatt, 2005
Genre: Sach-/Fachbuch
ISBN: 9783939496335
Der Kollaps der Modernisierung
Sach-/Fachbuch:
"Kurz ist kein Prediger, er ist ein Analytiker; um so weniger ist seinem Buch zu entgehen. Er sagt nicht, wie ein älterer Verkünder grundlegenden Wandels: 'Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen'. Er untersucht, was jedem vor Augen liegt, der die nähere und fernere Welt mit wachen Sinnen wahrnimmt und den Abstand des Wirklichen, zum Vernünftigen ermißt. Dabei verletzt er ein Denkverbot, in dessen Aufstellung und Erhärtung sich in den achtziger Jahren zahlreiche Gesellschaftsbetrachter ergangen haben: Das Verbot, in Zusammenhängen zu denken."§Friedrich Dieckmann
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Flexibler EinbandErschienen bei: Reclam, Leipzig
Genre: Sach-/Fachbuch
ISBN: 9783379015035
Feierabend!
253 Seiten, Sach-/Fachbuch:
Je offensichtlicher es wird, daß die Tage der Vollbeschäftigung vorbei sind und die Arbeitsgesellschaft an ihre historische Grenze stößt, desto lauter ertönt der Ruf nach ihrer Rettung. Sozialdemokraten und Rechtsradikale, Unternehmerverbände und Gewerkschaften, Neoliberale und die Apolegeten eines Jobwunders im Dienstleistungssektor, sie alle sind sich einig: Die Arbeit darf nicht sterben. Jeder hält Rezepte bereit. Doch keines davon wird die Vollbeschäftigung zurückbringen, sie alle laufen nur auf die weitere Spaltung des Arbeitsmarkts in Normal- und Billiglohnjobs hinaus.§§Diesem neuen Fundamentalismus setzen die Autoren eine grundsätzliche Kritik des Begriffs der Arbeit entgegen. Arbeit ist für sie keine überhistorische Kategorie, keine Bedingung für die menschliche Extistenz. Sie ist eine gesellschaftliche Tätigkeit unter den Verhältnissen moderner Warenproduktion - eine Tätigkeit, die heute zunehmend obsolet wird.§ Diese Erkenntnis eröffnet einen neuen Ansatz der Kritik kapitalistischer Gesellschaften, der auch den Arbeitsfetischismus des traditionellen Marxismus überwindet. Es geht nicht um die Rettung der Arbeit, sondern um deren Aufhebung.§
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Flexibler Einband: 253 SeitenErschienen bei: Konkret Literatur Verlag
Genre: Sach-/Fachbuch
ISBN: 9783894581824
EXIT!. Krise und Kritik der Warengesellschaft
220 Seiten, Sach-/Fachbuch:
Die wertkritische Theoriezeitschrift EXIT!, Krise und Kritik der Warengesellschaft entwickelt sich. Heft 3 erscheint im Herbst 2005. In der finalen Krise der Warengesellschaft hilft der Blick auf ihre Ursprünge, um besser zu verstehen, was da zu Ende geht. Dieser Frage widmet sich der mit drei Texten vertretene Themenschwerpunkt dieses Hefts zur Geschichte der modernen Konstitution: In dem Text „Die Leute der Geschichte“ unternimmt Gerold Wallner den Versuch, die Begriffe Fetisch und Abspaltung auch für die Beschreibung vormoderner Gesellschaftlichkeit zu verwenden. Er bietet als Ergebnis dieses Unterfangens eine Epochengliederung in magische, religiöse und materialistische Gesellschaftszusammenhänge an. Carsten Webers Beitrag „Die Genese der modernen Denkform in der Renaissance“ zeigt den Zusammenhang der gesellschaftlichen Dynamik, aus der das moderne Subjekt hervorging, mit den innertheoretischen Problemen von Philosophie und Theologie auf. Roland Grimm kennzeichnet in seinem Beitrag auch „Das Ende der Wehrpflicht“ als eine Krisenerscheinung. Er nimmt sie zum Anlass, rückblickend die Bedeutung des Militärs für die Erziehung zum Staatsbürger zu untersuchen: Die Demokratie wurde noch immer am besten auf dem Exerzierplatz eingeübt. Weitere Beiträge: Wie unzureichend eine Kritik der Arbeit bleiben muss, wenn sie vom Geschlecht absieht, weist Frank Rentschler in seinem Text „Die kategoriale Abwesenheit des Geschlechts“ nach. Robert Kurz behandelt in „Die Substanz des Kapitals – Teil III“ die Systematik einer positiven Krisentheorie in Weiterentwicklung der über das Marxsche Werk verstreuten Ansätze. Martin Dornis schließlich unternimmt mit seinem Text „Von der Harmoniesucht zum Vernichtungswahn“ den Versuch, den Antisemitismus als eine die Moderne durchziehende Krisenideologie mit dem Instrumentarium der Wertabspaltungs-Kritik neu zu bestimmen.
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Flexibler Einband: 220 SeitenErschienen bei: Horlemann, B, 2005
Genre: Sach-/Fachbuch
ISBN: 9783895022050
Die Antideutsche Ideologie
307 Seiten, Sach-/Fachbuch:
Unter den Verwesungsprodukten des deutschen Traditionsmarxismus gehört die antideutsche Strömung zu den unappetitlichsten. Bestimmte Teile der ehemals radikalen Linken und der antifaschistischen Szene wollen sich angesichts der globalen Krise gewissermaßen historisch aus dem Staub machen. Das Eingedenken an Auschwitz wird dafür mißbraucht, ideologisch bei der imperialen Macht des Krisenkapitalismus anzuheuern, deren perspektivlose Weltordnungskriege abzusegnen und jegliche soziale Bewegung als völkisch und antisemitisch zu denunzieren. Die radikale Kapitalismuskritik wird so nicht zeitgemäß transformiert, sondern liquidiert. In drei Aufsätzen unterzieht Robert Kurz das assoziative theoretische Blendwerk dieses Denkens einer grundsätzlichen Kritik. Nachgewiesen wird die Fixierung der Antideutschen auf längst gegenstandslos gewordene innerkapitalistische Alternativen, ihre Befangenheit in der repressiven bürgerlichen Aufklärungsideologie und im Idealismus der Zirkulationssphäre. Daraus resultiert eine geradezu fanatische Affirmation der kapitalistischen abstrakten Individualität und der männlich-weißen westlichen Subjektform. Diese im Kern rassistische, frauenfeindliche und zwangsheterosexuelle Ideologie mystifiziert das Kapital und pflegt einen Kult falscher Unmittelbarkeit in der Tradition sehr deutscher Ideologie von Nietzsche bis Heidegger. Die Antideutschen sind genau das, was sie anderen vorwerfen zu sein.§
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Flexibler Einband: 307 SeitenErschienen bei: Unrast, 2003
Genre: Sach-/Fachbuch
ISBN: 9783897714267
Der Letzte macht das Licht aus
( Critica Diabolis, 42). 189 S.
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Sonstige FormateErschienen bei: EDITION TIAMAT, 1995
Genre: Sonstiges
ISBN: 9783923118885
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