Ähnlich wie der erste Teil, beginnt auch dieser mit einer Flucht. Eine Flucht weg von einem fürchterlichen Mann und rein in das beschauliche, ruhige und idyllische Dorf Virgin River.
Paige kommt in einer fürchterlichen Nacht nach Virgin River in die Bar von Jack und Preacher. Eigentlich sollte dieser Halt nur ein kurzer Zwischenstop werden, doch ihr Sohn Chris hat Fieber und wird immer mehr krank und auch Page kann sich vor Anspannung und Übermüdung kaum noch auf den Beinen halten.
So kommt es, dass die beiden noch einige Tage länger in Virgin River bleiben als sie eigentlichen wollten.
In dieser kurzen Zeit hat sich der liebe, ruhige und vor allem etwas mürrisch wirkende Preacher in die hübsche Paige verguckt. Preacher, der eigentlich John heißt, möchte Paige und ihrem Sohn beweisen, dass nicht alle Männer sich so rüpelhaft wie ihr Ehemann/Vater verhalten.
John liegen die beiden sooo sehr am Herzen, dass er sich für sie einsetzt und alles dafür tut, dass die beiden glücklich werden…
Ich bin sehr, sehr froh, dass ich in diesem Buch Preacher alias John näher kennen lernen durfte. Im ersten Teil hat Preacher sich eher leise und wortkarg im Hintergrund gehalten. Nun hatte ich endlich die Möglichkeit seinen Charakter und seine Gedankenwelt näher kennen zu lernen! John ist ein netter, hilfsbereiter und sehr sympathischer Koch/ Bäcker. Er ist ein Typ, der nicht gerne im Mittelpunkt steht und über sich und seine Gefühle redet. So kommt es auch, dass er noch niemals in seinem Leben verliebt war und sich intensiv für eine Frau interessiert hat. Dank Paige bekommen wir die andere, bisher verborgene Seite, zur Sicht, die liebevoll und offen ist.
Besonders Paige ist nach der furchtbaren Zeit mit ihrem Mann ein verängstige Frau und hat einige Probleme sich anderen, besonders fremden Menschen anzuvertrauen. Chris hingehen konnte durch Paige etwas geschützt werden und fasst zu John sehr schnell vertrauen – z.B. backen sie zusammen Kekse für sich und die Gäste der Bar.
Schnell entwickelt sich zwischen den 3n eine Art Familienbeziehung und John nimmt für Chris eine Vorbildsfunktion und Vaterfigur ein. Ob John sich damit wohlfühlt? Ich hätte es ja nicht geglaubt…
Doch der Fokus wird nicht nur auf die 3 gerichtet, auch Jack und Mel, die wir aus ersten Teil kennen, sind wieder mit dabei. Rick, ein enger Freund von Jack und John bekommt seinen eigenen Part, in dem er lernen muss Erwachsen zu werden.
Das schöne ist, dass in Virgin River immer noch gilt: Einer für alle und einer für alle. Bei Problemen muss niemand allein sein und sich vergraben.
Der Stil mit den vielen Wiederholungen aus dem ersten Teil hat mich in diesem nicht so sehr gestört, da Robyn Carr darauf etwas mehr verzichtet hat. Doch Tatsache bleibt: Dass Chris der perfekte Sohn mit den besten Manieren ist, dass Virgin River perfekt ist (hier stimme ich voll und ganz zu), dass alle Geburten durch Mel perfekt laufen und und und…
In Virgin River ist halt alles perfekt! ;) Frau Carr versucht zwar an der einen und anderen Stelle diese Perfektionen durch Komplikationen und Schwierigkeiten zu minimieren, doch so ganz gelingt ihr das noch nicht.
Das Cover ist einfach perfekt und passt genau zu ersten Teil der Reihe! Diese Idylle stelle ich mir vor, wenn die Männer zum Angeln an den See fahren. Ein idealer Ort zum Nachdenken und Träumen!
Fazit:
Robyn Carr konnte mich, bis auf einigen Kleinigkeiten der Perfektion, voll und ganz mit diesem Buch überzeugen! Ich liebe Virgin River, die Bar, die sich dort befindet und wo das Leben tobt und vor allem die Menschen dort, die das Leben mit jeder Faser ihres Körper lieben.