Rezension verfasst vor 2 Jahren
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Indien Indira Gandhis: Ein kleiner Junge, aus ärmlichen Verhältnissen und der Kaste der Gerber, verliert seine Eltern auf ungerechte Weise. Sein Onkel nimmt sich seiner an und bringt ihm das Schneidern nahe. Fortan ziehen beide durch ihr Dorf und verdienen sich ihr Geld mit Maß nehmen, Schneiden, Stecken und Nähen.
Als aber in ihrem Dorf kein Platz mehr für sie ist, machen sie sich auf den Weg in die Hauptstadt. In Bombay erfahren sie mehr Leid und Ungerechtigkeit, erleben aber ebenso viel Freude und gewinnen verschiedenste Freunde.
Mistry führt den Leser in die tiefen Abgründe der menschlichen Natur und der indischen Geschichte. Dabei verwebt er elegant die Schicksale von vier Personen, die sich zunächst kaum riechen können, aber schlussendlich unzertrennbar sind und selbst das Leid teilen.
Zudem gibt der Autor Einblicke in die Zeit der Herrschaft Indira Gandhis und dem von ihr ausgerufenen Ausnahmezustand.
Ein großartiges Buch, das manches Mal etwas langatmig ist, aber auch unglaublig berüht!
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