Leser-Rezension zu „Nach Hause schwimmen” von Rolf Lappert
am 18.12.2011
Was für eine fesselnde Lektüre!
Die Lebensgeschichte (die ersten 22 Jahre...) Wilbur's, dessen Mutter bei der Geburt stirbt, dessen Vater reissaus nimmt und der Zeit seiner Jugend/seines Lebens, auf der Suche nach Familie, Nähe, Liebe und sich selbst ist. Immer wieder findet er Teile davon, immer wieder verliert er aber auch alles.
Ruhe- und rastlos verläuft die Erzählung in zwei Strängen. Einerseits wird Wilburs Leben chronologisch aufgezeigt, andererseits erzählt er selbst seine Gegenwart nach einem gescheiterten Selbstmordversuch.
Klingt kompliziert, ist es aber nicht, weil Rolf Lappert so mitfühlend und nachvollziehabr erzählt/beschreibt und alle Personen, die eingeführt werden, einen eigenen Kurz-Lebenslauf verpasst bekommen, dass es eine Wonne ist.
Wer Spaß an Coming-of-Age Geschichten, kunterbunten Lebenslinien loser, oder fester mit der Hauptperson verbundenen Beziehungspersonen hat und wer ein wenig Sympathie für Bruce Willis empfindet, den Wilbur sehr vereehrt und nach dessen Filmen die einzelnen Kapitel benannt sind, wird dieses Buch lieben.

