Leser-Rezension zu „Sperm & Egg” von Ryan Boudinot
am 12.03.2011
Ryan Boudinot bringt frischen Wind in die gängigen Liebesgeschichten.
Muss man immer lesen, was die Erwachsenen erleben?
Wie diese mit ihrem Liebesleben umgehen?
Auch Teenager machen bereits diese Erfahrung und das, auf eine ganz eigene direkte Art und Weise.
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Im Mittelpunkt stehen hier Cedar und Kat. Zwei Teenies im besten Alter der Pubertät.
Cedar, der nach einem Baum benannt wurde, bringt für mikroskopische Untersuchungen im Biologieunterricht, sein eigenes Sperma mit.
Als Kaulquappen an die Mitschüler verkauft, werden diese schnell skeptisch und die Lehrerin auf ihn aufmerksam. Sofort wird er ins Lehrerzimmer zitiert und erhält einen Schulverweis.
Das war zwar nicht sein Ziel gewesen, trotzdem hat er die Aufmerksamkeit von Kat auf sich gezogen, welche er schon lange beliebäugelt. Mit der Zeit entwickelt sich zwischen beiden eine zarte Liebesbeziehung, die alle Höhen und Tiefen durchmacht, die man in seiner ersten großen Liebe mitmachen kann.
Von ersten körperlichen Kontakten, zu neugierigen Freunden, zu zu hohen Erwartungen bis hin zum ersten Beziehungsstreit.
Gleichzeitig schwebt das Thema Scheidung und Trennung in den Familien beider umher, sodass eine dicke Eskalation eigentlich schon vorprogrammiert ist.
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Ryan Boudinot hat einen lockeren spritzigen Schreibstil, in den man sich sehr schnell hineinliest.
Sein Buch ist in mehrere Abschnitte unterteilt, die sich schnell als Rückblicke aus den verschiedenen Blickwinkeln Cedars und Katis erweisen.
Man wird als Leser mit Vergangenheit Cedars willkommen geheißen, als er gerade die achte Klasse besuchte und Kat kennen lernte.
Nach und nach taucht man in beide Familien der Hauptprotagonisten und deren verworrene Erlebnisse ein. Keiner entspricht hier einer Bilderbuch- oder gar Klischee-Familie, man wird stets aufs Neue von ihnen überrascht.
Plötzlich gibt es einen Zeitsprung und wir treffen die beiden 20 Jahre später in New York wieder.
Man ist nun erwachsen, denkt über vieles anders, hat gewisse Erfahrungen gesammelt und dennoch ist die zarte Schüchternheit von früher noch vorhanden.
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Das gesamte Buch ist mit Ironie gespickt und man muss als Leser immer wieder unweigerlich schmunzeln. Teilweise erkennt man seine eigene Jugendliche Naivität wieder.
Trotz der Kapiteleinteilungen mit dem Jahressprüngen, verliert man keineswegs den Faden.
Es gibt immer einen Zusammenhang zum vorherigen Kapitel.
„Sperm & Egg“ ist in der Ich-Perspektive verfasst, somit fühlt man direkter mit den Charakteren mit und glaubt stets dabei zu sein, wenn Cedar oder Kat unbedachte Dinge anstellen.
Auch wenn das Thema Sexualität hier stets im Raum schwebt, wird es an keiner Stelle obszön oder gar unpassend erwähnt.
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Das Buch eignet sich für alle, die einmal aus der Fantasy-Welt in die Realität schlüpfen wollen und dabei auf Humor nicht verzichten möchten oder wollen.
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Punkte 10 von 10

