Leser-Rezension zu „Blut und Silber” von Sabine Ebert

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cörchen cörchen
Verfasst von cörchen
am 2.07.2010
 

1296 – Freiberg – Adolf von Nassau plant ein starkes zentrales Königsland im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Der erste Schritt in diese Richtung stellt die Einnahme der reichen Silberstadt Freiberg dar. Mitten in einem der kältesten Winter rückt Adolf mit 10.000 Mann gen Freiheitsstein. Werden die starken Mauern Freibergs standhalten? Wie lange werden die Freiberger eine Belagerung durchstehen können?

Auf dem Cover des Romans ist eine junge Frau abgebildet, die mit einer Kerze in der Hand konzentriert auf einen Punkt schaut, der dem Betrachter verborgen bleibt. Unterhalb des Bildnisses der Frau ist die belagerte Stadt Freiberg abgebildet. Freiberg und Änne – eine Nachfahrin von Marthe und Christian mit dem sogenannten zweiten Gesicht – bilden den Mittelpunkt des Romanes von Sabine Ebert. Das Cover strahlt wie auch das Buch Heimlichkeit und Hoffnung aus. Einzig die Farbwahl ist nicht sehr gelungen. Da „Blut und Silber“ von der Silberstadt Freiberg handelt, steht die Hauptfarbe Gold im Widerspruch zu dem Inhalt des Buches.
Innen ist eine Zeichnung Freibergs mit den wichtigsten Orten enthalten, die auch im Buch eine Rolle spielen. So kann sich der Leser das Geschehen noch besser vorstellen.

Zu Beginn des Romans werden die handelnden Personen vorgestellt. Auf diese Weise lernt der Leser die Protagonisten schon kennen, wodurch das Verfolgen der Geschichte erleichtert wird. Ein Prolog stimmt den Leser auf den geschichtsträchtigen Ort Freiberg ein. Im Weiteren ist der Roman in drei große Kapitel gegliedert: „Die belagerte Stadt“, „Die dunklen Jahre“ und „Um Alles oder Nichts“, die wiederum in einzelne Kapitel unterteilt sind. Ein Epilog schließt den Roman ab. Besonders gut gefällt mir, dass Sabine Ebert die Leser am Ende des Buches darüber aufklärt, was wahr ist und was hinzugedichtet. Ein Glossar und eine Zeittafel runden das Bild des Historischen Romanes, bei dem man noch etwas lernen kann, ab.

Sabine Ebert hat mit „Blut und Silber“ den vierten Roman der Hebammen-Reihe geschrieben. Vorkenntnisse aus den vorigen Büchern sind dennoch nicht notwendig. Der Leser bekommt einen intensiven Einblick in die Gefühle und Handlungsgründe der Protagonisten aus den verschiedensten Ständen, da Sabine Ebert jede Figur zu Wort kommen lässt.

„Blut und Silber“ ist ein historischer Roman der ergreift und das Mittelalter nicht als romantisch verklärt darstellt, sondern so wie es war: Nach Ständen geordnet, kaltblütig und brutal. Die Geschichte um Änne und Freiberg ist nicht nur für Liebhaber dieses Genres empfehlenswert, da Sabine Ebert um die Fakten eine schöne Geschichte um Intrigen, Macht und Liebe gewoben hat.

© Corinna Müller

 

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