Rezension verfasst vor 10 Monaten
(9)
Firmin lebt mit seinen zwölf Rattengeschwistern unter einer Buchhandlung. Doch der schwächliche Firmin ist eine ungewöhnliche Ratte. Denn anstatt sich durch die Bücher zu fressen, entdeckt Firmin seine Leidenschaft für die Literatur.
Firmin ist schon ein bedauernswertes Rattenvieh. Je mehr er liest, desto mehr „vermenschlicht" er. Firmin ist Außenseiter, der in einer Traumwelt lebt, sehnsüchtig Kontakte zu Menschen und nach Anerkennung sucht, aber meist enttäuscht wird. Deshalb tut es mir Leid, dass ich diesem Buch nur zwei Sterne geben kann, aber mehr ist nicht drin.
Wenn die Erwartungshaltungen des Lesers nicht erfüllt werden, dann muss nicht der Autor schuld daran sein. Allerdings hatte ich aufgrund des Klappentextes einen Roman erwartet, in dem Literatur viel mehr verquickt würde. Ich hatte Referenzen und Parallelen zu bekannten Werken der Weltliteratur erwartet und nicht nur bloße Erwähnungen dieser Bücher.
Ohne große Höhepunkte plätscherte die Handlung dahin, so dass ich für die nur rund 200 Seiten dankbar war. Am Ende hatte ich auch kein Interesse daran, mir über eine Interpretation groß Gedanken zu machen.
1 Kommentar