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Alle anzeigenMerlinundPaula
Vor 11 Monaten
(13)Der Arzt Alan Ridgeway und sein Freund Jeremy, der im Verborgenen wirkende Jesuitenpater, kommen durch die unglaubliche Geschichte eines Patienten Alans einer ungeheuren Intrige auf die Spur. Ihre Suche führt sie in die grauenerregende Welt des berüchtigten Londoner Irrenhauses …
Bei einem Plot wie diesem und einem Titel wie "Narrenkind" hätte ich erwartet, dass das Buch tatsächlich mehr von dem "Irrenhaus" erzählt. Tatsächlich wurde das Irrenhaus erst 100 Seíten vor Schluß zum ersten Mal erwähnt und dann auch nicht durchgehend.
In dem Buch gibt es sehr viele Personen deren Geschichte wohl wichtig für die Autorin waren, sonst hätte sie sie wohl nicht erzählt. Für mich war jedoch nicht immer ersichtlich, wieso einige Geschichten der Personen überhaupt erzählt werden mussten, weil sie für den Fortgang der Geschichte keine Wichtigkeit hatten.
So verstrickt sich die Autorin nur in viele kleinere Geschichten und lässt das eigentlich versprochene Geschehen fast außen vor.
Die Idee hatte mich sehr überzeugt, nur konnte sie nicht zu meinem Gefallen umgesetzt werden. Es wurde mir zu viel "drumherum" erzählt, sodass lange nicht klar war, worauf das Ganze hinaus laufen soll.
Der Schreibstil von Lessmann war jedoch sehr angenehm zu lesen und konnte auch einen guten Einblick in die damalige Zeit geben. So war ich am Anfang des Buches noch sehr gespannt, im Laufe des Lesens wurde dies immer weniger, weil ich unendlich auf die "eigentliche Geschichte" warten musste, die dann doch nicht ganz kam. Wenn man ein Buch mit dem Titel "Narrenkind" schreibt, und dann so gut wie nichts davon im Buch zu finden ist, dann heißt das für mich - Thema verfehlt. Deswegen kann ich leider nur zwei Sterne vergeben.
MaryK
Vor 10 Monaten
Mir ging es da ähnlich. Ich hatte beim Lesen stets das Bedürfnis, dem Helden zuzurufen, wo er suchen soll und verdrehte zwei Seiten weiter die Augen, weil er es wieder nicht begriffen hat.
Ich denke, wenn die Inhaltsangabe des Verlags, nichts vom Irrenhaus erwähnt hätte, wäre dieses Buch viel spannender. Schade für Sandra und ihr sonst wieder wunderbares Werk, aber da hat der Verlag auf dem Buchdeckel ein bisschen zu viel verraten.
MaryK
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