Leser-Rezensionen zu „Der Kuss des Engels” von Sarah Lukas
Rezension verfasst vor 3 Monaten (2)
Inhalt: Sophie ist von Deutschland nach Paris gezogen, um ein neues Leben anzufangen. Ihr Verlobter ist gerade gestorben und sie braucht Ablenkung. Sie wohnt bei einer netten, älteren Dame, bis sie einen Job gefunden hat und sich eine eigene Wohnung leisten kann.
Als sie eines Abends durch Paris läuft, sieht sie auf einem Schiff einen Mann, der ihrem Verlobten Rafael verblüffend ähnlich sieht. Aber Rafael ist tot – oder?
Sophie macht sich auf die Suche nach ihm und stellt fest: Es ist Rafael. Oder besser: War. Er ist nun ein gefallener Engel und erinnert sich an nichts, was in seinem früheren Leben passiert ist. Hat ihre Liebe noch eine Chance?
Meinung:
Das Buch startet damit, dass Rafael stirbt.
Der Anfang des Buches war nicht besonders spannend. Sophie läuft deprimiert und traurig durch Paris und jammert vor sich hin. Einerseits ist es natürlich nachvollziehbar, aber andererseits ist es für den Leser ziemlich langweilig, da eine ganze Weile nichts anderes passiert. Auch als Sophie Rafe entdeckt, wird es erst mal nicht besser, denn sie weiß nicht wo sie ihn suchen muss und läuft weiter eher orientierungslos durch Paris und hofft, ihn zu treffen. Dabei lernt sie Jean kennen, der ihr erzählt, dass „Rafael“ ein gefallener Engel ist. Sophie glaubt ihm zuerst nicht, aber später muss sie feststellen, dass die Person in Rafaels Körper nicht mehr ihr Rafael ist, so wie er vor seinem Tod war.
Sobald Sophie Rafael richtig kennen lernt (und nicht mehr nur heimlich verfolgt) wird es interessanter. Sie lernen sich wieder neu kennen und Sophie stellt fest, dass er sich verändert hat, sie ihn aber immer noch liebt.
„Während ihres Urlaubs in Paris hatte er kaum einen zusammenhängenden Satz herausgebracht und sich mit Latein als zweiter Fremdsprache entschuldigt.“
- und das mache ich jetzt auch. Immer wieder werden kurze Gespräche gar nicht ins Deutsche übersetzt. Außerdem werden oft Anspielungen auf Straßennamen und sowas gemacht, die ich alle nicht verstanden habe, weil ich kein Französisch kann. Man versteht das Buch zwar auch ohne genaue Übersetzung, trotzdem ist es ziemlich ärgerlich wenn man nicht weiß, worüber gerade geredet wird.
Dadurch dass es um (gefallene) Engel geht, spielen Gott und die Bibel eine große Rolle in dem Buch. Mich hat das ziemlich gestört, weil ich nicht an Gott glaube und es mich auch nicht wirklich interessiert. Natürlich ist es wichtig zu wissen, was in der Bibel zum Thema Engel steht, damit man das ganze verstehen kann. Ich finde aber, die Autorin hätte sich da kürzer fassen können.
Charaktere:
Sophie fand ich als Hauptperson ganz okay. Sie ist zwar nett und manchmal ziemlich witzig, aber da sie wenig Grund zum Lachen hat, bekommt man davon nicht so viel mit.
Was mich aber stark an ihr gestört hat, war ihre Naivität. Sie sieht einen Mann, der ihrem toten Verlobten ähnlich sieht und denkt sofort, er wäre niemals gestorben und es wäre alles nur ein Irrtum gewesen. Sie denkt, er stecke in Schwierigkeiten und kann deshalb keinen Kontakt zu ihr aufnehmen, weil sie das in Gefahr bringen würde.
Sie glaubt die ganze Zeit daran, dass Rafael nur sein Gedächtnis verloren hat und irgendwann wieder so werden wird, wie er früher war. Das hat mich ziemlich genervt.
Rafael fand ich cool. :p
Dadurch dass der echt Rafe direkt am Anfang des Buches stirbt, lernt man ihn nicht kennen und kann ihn nicht mit dem Engel-Rafe vergleichen. Er schien früher nett, hilfsbereit und etwas zurückhaltend gewesen zu sein – und später ist er das genaue Gegenteil.
Er ist selbstbewusst – fast schon arrogant – und kein bisschen zurückhaltend mehr.
Rafe hatte immer einen coolen Spruch auf Lager und hat Sophie damit oft ziemlich auf die Palme gebracht.
Jean kommt einem anfangs etwas komisch vor, ich mochte ihn später aber echt gerne. Wenn man nicht schon vom Titel her wüsste, dass Rafael ein Engel ist, würde man ihn vermutlich für verrückt halten, als er davon erzählt. Man erfährt nicht besonders viel über ihn, weil sich Sophie nur für Rafael interessiert. Dass sie ihn ohne Jean nicht mal gefunden hätte, scheint sie gar nicht zu merken und weiß auch kaum etwas über Jean, weil sie so sehr von Rafe abgelenkt war.
Fazit:
Weil mich ein großer Teil des Buches ziemlich gelangweilt hat (weil Sophie nur gejammert hat und es zu viel Bezug auf Religion gab), die Geschichte aber nicht wirklich schlecht war, gebe ich diesem Buch nur 3/5 Punkten, werde den nächsten Band aber trotzdem lesen, weil ich denke dass es da spannender wird.
Rezension verfasst vor 4 Monaten (4)
Engel in Paris
Inhalt
Neues Leben, neues Glück. Nach dem tragischen Tod ihres Verlobten Rafael zieht Sophie nach Paris, um dort neu anzufangen. Sprachkurse und neue Jobs sollen sie von ihrer verzehrenden Trauer ablenken und ihr ihren Lebenswillen zurückgeben, doch alles scheint aussichtslos. Sie sieht keine andere Möglichkeit, als ihrem Geliebten in den Tod zu folgen. Doch an dem Tag, an dem sie sich von der Brücke stürzen möchte, sieht sie jemanden. Einen Mann, der Rafael zum Verwechseln ähnlich sieht. Aber kann dieser Mann wirklich ihr Verlobter sein, wenn er in dunklen Gassen jemanden überfällt?
Sophie erfährt, dass Rafael kein Mensch ist, sondern ein gefallener Engel, dessen Absichten alles andere als gut sind. Und er hat keinen Schimmer, wer Sophie ist.
Meine Meinung
Engel-Geschichten sind noch nicht so ausgelutscht wie Vampirbücher, daher war es sehr erfrischend, die Geschichte um Sophie zu lesen. Ein ebenfalls dunkles, mysteriöses Wesen, das aber mal kein Blut trinkt. Der Schreibstil ist sehr detailliert, aber flüssig zu lesen, die Atmosphäre ist von Anfang an schön düster und geheimnisvoll. Das Ende bleibt offen, wie so oft bei Fantasybüchern, aber bei guten Geschichten freut man sich über Fortsetzungen. Ich bin gespannt, wie es weitergeht und freue mich auf eine neue Geschichte um Sophie und ihre Engel.
Rezension verfasst vor 4 Monaten (4)
Inhalt:
Sophie und Rafael begegnen sich in Paris. Sie ist ein Mensch, er ein gefallener Engel. Und ein gefährliches Geheimnis verbindet sie. Es ist der Beginn einer unsterblichen Liebe und des größten Abenteuers unserer Zeit...
Manchmal zerplatzen Träume wie Seifenblasen: Sophie glaubt, sie habe eine glückliche Zukunft mit ihrem Verlobten Rafael vor sich – bis zu dem verhängnisvollen Tag, an dem er stirbt. Die junge Frau steht vor dem Nichts. In Paris sucht sie das Vergessen, doch ein Leben ohne ihn hat für sie keinen Wert. Dann erblickt sie am Ufer der Seine eine Gestalt, die Rafael zum Verwechseln ähnlich sieht. Sophie ist überzeugt, dass er zurückgekehrt ist, doch der Fremde erinnert sich nicht an sie. Und bevor Sophie begreift, worauf sie sich einlässt, schweben sie beide in großer Gefahr. Denn er ist ein gefallener Engel, dem eine ganz besondere Mission auf der Erde zuteil wird. Und er kann sie nur mit Sophies Hilfe erfüllen… (Piper Verlag)
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Meine Meinung:
Das Cover finde ich gut - nicht außergewöhnlich, aber gut. Die Frau sieht melodramatisch aus, so wie Sophies Grundstimmung am Anfang des Buches ist. Die weißen Engelsflügel stehen natürlich für die Engel, um die es sich in dem Buch drehen soll.
Die Figuren sind recht interessant, aber auch oft nervend. Sophie ist eine junge Witwe, mit ihrem rumgeheule, dass sie ihren Rafe verloren hat, hat sie mich allerdings mehr angenervt, als Mitleid zu erregen. Rafe selbst fand ich recht interessant, auch wenn er im kompletten Buch als unwiderstehlich beschrieben wird und mich das doch ab und an genervt hat. Jean ist der einzige, der mich vollends überzeugen konnte. Mit Rat und Tat steht er Sophie zur Seite und nur ihn finde ich so interessant, dass sich das Lesen etwas gelohnt hat.
Die Handlung finde ich durchwachsen. Nachdem Sophie denkt Rafael entdeckt zu haben, beginnt die ewige Suche nach ihm. Das war nicht durchgehend spannend, oft entstanden langweilige Stellen. Auch hat es mich genervt, dass Paris Straße um Straße benannt und beschrieben wurde. Ich will keinen Stadtführer von Paris, sondern eine schöne Liebesgeschichte im pariser Flair. Die Karte von Paris hat zwar geholfen, aber mich hat es trotzdem genervt. Irgendwann, wo die Engel ins Spiel kommen, wird alles verwirrender. Einige Ideen fand ich auch sehr genial, zum Beispiel, was nun aus Rafe geworden ist, oder die Nebenhandlungen um Jean. Das Ende war nach den ganzen vorherhigen Erlebnissen einfach zu soft und zu plötzlich. Insgesamt war der Showdown einfach zu schnell vorbei - ich hätte mehr erwartet.
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Persönliches Fazit:
Für mich hat sich das Geld überhaupt nicht gelohnt. Normalerweise verschlinge ich jede Geschichte, in denen Engel vorkommen, aber diese war, für den Preis vor allem, eine bittere Enttäuschung.
Nur wenige gute Sachen konnte ich diesem Buch abgewinnen. Insgesamt kein befriedigendes Ergebnis. Vom Engel wurde ich dieses Mal nich geküsst, das Buch wird wieder verkauft. Empfehlen kann ich es nicht.
Rezension verfasst vor 4 Monaten (4)
(Rezension von Shiku)
3,5
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Von einer Sekunde zur anderen kann sich alles verändern. Das muss auch Sophie merken, als sie im April die Nachricht erhält, dass ihr Verlobter Rafael in Kolumbien erschossen wurde.
Inzwischen sind einige Monate vergangen und Sophie lebt mittlerweile in Paris, besucht eine Sprachschule und will dort endlich Fuß fassen, um ein neues Leben zu beginnen. Doch so einfach ist das nicht, Sophie kann nichts vergessen, schon gar nicht Rafael. Und so findet sie sich eines Tages auf einer Brücke wieder – vor dem Geländer, nicht dahinter. Aber ehe sie springen kann, erhascht sie einen Blick auf einen Mann auf einem Boot unter ihr: Rafael.
Zumindest sieht er so aus wie ihr verstorbener Verlobter und so macht sich Sophie auf die Suche. Sie entdeckt an ihm immer mehr Dinge, die nicht zu ihrem Rafe passen, aber wieso sieht er wirklich genauso aus wie er, warum klingt seine Stimme genau gleich? Derweil trifft sie auf den Pariser Jean, dem Rafe kein Unbekannter ist – doch statt Sophie zu helfen, warnt er sie: Sie muss sich dringend von Rafael fern halten, er würde nur Unglück über sie bringen.
Aber auch Rafael bemerkt Sophie irgendwann ... und mit der Zeit wird Sophie klar, dass sie Jeans Warnung lieber ernst genommen hätte.
Es sei vorausgeschickt, dass „Der Kuss des Engels“ von Sarah Lukas seine guten und seine weniger guten Momente hat.
Die größte Stärke dieses Buches ist sicherlich die Geschichte selbst, wie sie erzählt wird und aufgebaut ist. Die Autorin versteht es sehr gut, gleich zu Beginn ein ungutes Gefühl beim Leser zu erzeugen und immer wieder einen Gedanken entstehen zu lassen: „mysteriös!“ Denn zugegebenermaßen ist die anfängliche Entwicklung mit Rafael etwas sehr seltsam – von Sophies Seite aus verständlich, von Rafaels weniger, zumindest für den anfangs noch unwissenden Leser. Aber gerade dadurch konnte ich dem Ganzen nie über den Weg trauen, habe gezweifelt, die Stirn gerunzelt und mich gefragt, ob Sophie sich nicht besser an Jean halten sollte – so sehr ich ihr das Wiedersehen mit Rafael auch gegönnt habe, selbst als sich langsam herausstellt, dass es nicht hundertprozentig „ihr“ Rafe ist.
Mit der Zeit tauchen nun immer weitere Fragen auf, die das Buch noch lange nicht beantwortet. Gerade durch diese Ungereimtheiten wird eine unglaublich hohe Spannung aufgebaut, die sich wunderbarerweise durch das ganze Buch zieht. Selbst am Ende gibt es noch die eine oder andere Sache, die noch im Dunkeln – oder wenigstens im Dämmrigen – steckt und dafür sorgt, dass weitere Vermutungen angestellt werden. Damit wird unglaublich Lust auf den nächsten Band gemacht.
Leider beinhaltet das Ende auch einen Geschichtsstrang, der gewissermaßen zu Ende geführt wird und diese Spannung etwas nimmt. Zweifelsohne kann da noch mehr kommen – wird es sicherlich auch –, von mir aber fiel sofort das unmittelbare Bedürfnis ab, jetzt gleich zur Fortsetzung zu greifen.
Dennoch bleibt die Spannung, die auch darauf aufbaut, dass die Geschichte nicht nur eindimensional auf Sophies Sicht geschildert wird, sondern auch Jean übernimmt ab und an das Erzählen und lenkt den Fokus etwas vom romantischen Teil ab. Denn abgesehen von dem Schmerz einer zurückgelassenen Frau und der Freude und gleichzeitig Angst, den Totgeglaubten wiedergefunden zu haben, gibt es noch einige Dinge außerhalb, die auch für den weiteren Verlauf wichtig sind. So zum Beispiel die Existenz eines satanischen Zirkels, dem die junge Lilyth angehört. Sie kennt Jean, gibt ihm ab und an ein paar Informationen und sucht seine Hilfe, als es ihr zu brutal wird. Aus ihren Informationen und denen von anderen Charakteren, die Jean kennt, kann man zwar nicht immer so viel herauslesen wie dieser selbst – aber auch ohne das Fachwissen ist klar: Da geht was vor sich. Und das ist nicht gut.
Rein auf den Geschichtsverlauf bezogen, ist „Der Kuss des Engels“ wirklich schön gestaltet: Sprachlich angenehm bietet die Autorin den Lesern eine ordentliche Mischung aus Romantik und Spannung an, bringt einem nebenbei Paris ein bisschen näher und auch kleine Exkurse zum Thema Kirche sind ungemein interessant.
Allerdings spielen auch die Charaktere eine Rolle, und diese wissen nicht ganz zu überzeugen.
Ob es nun um Sophie, Rafael oder Jean geht – die drei Hauptcharaktere im Buch –, sie alle bleiben bis zum Schluss konturenlos.
Dass der „alte“ Rafael und die Nebencharaktere dem Leser nicht so nahe gebracht werden können wie ein Hauptcharakter, ist verzeihlich und auch in Ordnung. Dass aber die Hauptcharaktere die ganze Zeit über nie wirklich an Konsistenz gewinnen, ist sehr, sehr schade. Es beginnt schon damit, dass Sophies verzweifelte Trauer, die sie noch immer verspürt, kaum bemerkbar ist. Der Gang zur Brücke wirkte daher auch eher unpassend und sehr konstruiert – auch wenn es natürlich ein schönes Symbol darstellt.
Das hat letztlich auch zur Folge, dass die Charaktere nicht wirklich einschätzbar sind und nie richtig sympathisch werden (auch wenn Sophies Eigenschaft, ständig zu vergessen, ihr Handy aufzuladen, sehr menschlich ist – was aber auch nicht durchweg hilft). Seltsamerweise gelingt das nur bei einem sehr kurz auftretenden Charakter namens Pascal. Er ist ein richtiger Filou, der vermutlich mit jeder Frau flirten muss, aber seine Unverfrorenheit ist gewissermaßen erfrischend und es ist klar, woran man ist. Da er aber wirklich nur eine Randfigur ist, spricht dies nicht gerade für das Buch.
Manch Detail wirkt auch eher unlogisch. Dass Jean womöglich noch nie richtig etwas von Borderline oder Ritzen gehört hat – nun gut, das mag sein.
Dass aber eine Frau ziemlich genau hören muss, wie Jean und Lilyth davon reden, etwas mit Leichen angestellt zu haben und ihnen trotzdem noch seelenruhig und sehr freundlich mit Stift und Papier behilflich ist, wirkt schon ein wenig seltsam.
Letztlich sind das aber nur wenige Kleinigkeiten, wirklich schwer wiegen nur die Charaktere oder vielmehr die schlichten Namen auf dem Papier.
Abschließend bleibt zu sagen, dass „Kuss des Engels“ trotzdem lesenswert ist – es bietet eine spannende Geschichte, bei der es schwer fällt zu pausieren. Es sollte nur nicht zu viel von den Charakteren erwartet werden, dann kann dieses Buch unvoreingenommen genossen werden – nicht nur von Fans von Romantik!
Rezension verfasst vor 6 Monaten (11)
Inhalt:
Auf einer Fahrt durch Kulumbiens Wälder wird der junge Arzt Rafael und sein Begleiter Jack von Guerillers angehalten. Beide kommen dabei ums Leben.
Um einfach alles zurückzulassen und endlich von vorn anzufangen beschließt Sophie nach Paris zu fliegen. Dort will sie sich einen angemessen Beruf suchen und einfach alles vergessen, was sie durchgemacht hatte.
Paris, die Stadt der verliebten Paare, ist für Sophie nicht mehr romantisch, wie sie es vorher, als ihr Verlobter Rafael noch lebte, spürte. Straßen, Gebäude, Cafées und Restaurants sollten eigentlich für sie bekannt sein, doch sie fühlt sich wie am ersten Tag: ahnungslos.
Als Sophie nach der Schule durch Paris wandert, hält sie an, denn sie sieht einen Mann auf einem Schiff, der Rafael ähnelt. Erst glaubt Sophie, sie würde es sich nur einbilden, doch dann ist sie sich sicher, dass ihre Trauer und ihr Leid nicht mit ihr Spielchen spielen.
Am Abend ruft sie sich noch einmal die Beerdigung vor Augen. Da sie den Leichnam von Rafael nicht zu sehen bekam, meldet sie sich bei Rebecca, Rafes Schwester, und fragt, ob sie sich sicher sei, dass es wirklich die Leiche von ihrem Verlobten war und nicht die eines Fremden. Damit sie nicht als verrückt gilt, spricht sie mit niemandem über die Person.
Sophie begibt sich auf die Suche nach dem Schiff und wird vom Kapitän abgewiesen, als sie ihn um Hilfe bittet.
Ohne die Hoffnung aufzugeben, schlendert sie Abends durch die Straßen und begegnet drei Männer. Einer der Männer ist die Person auf dem Schiff. Unauffällig folgt sie ihnen durch die Gassen von Paris. Was sie dort mitsehen muss ist schlimmer als sie sich je gedacht hätte. Wenn es Rafael ist, warum ist er zu soetwas fähig?
Um den Männern nicht zu folgen, wird Sophie von dem Mann in schwarz aufgehalten, der sie Tage zuvor verfolgte. Erst glaubt sie, dass er sie töten möchte, doch im Genteil:
Jean, der nicht viel über sich Preis gibt, hält sie davon ab, weiterhin Rafael zu folgen, denn ihr Verlobter soll nicht die Person sein, für die er sich immer ausgegeben hat.
Sophie ist nicht nur verwirrt, sondern auch verzweifelt, denn sie kann nicht glauben, dass Rafael, der gerne Menschen half, ihr je weh tun würde.
Warum sollte Rafael sich dann so verändert haben?
Was ging vor sich sich?
Wem soll sie vertrauen: Rafael oder Jean?
War sie blind vor Liebe?
All diese Fragen schwirren durch Sophies Kopf.
Kritik:
Das Buch habe ich jede einzelne Minute genossen, denn es hat mich nicht nur mitgerissen, sondern ging regelrecht unter die Haut.
All ihre Gefühle hat die Autorin Sarah Lukas sehr gut hervorgehoben und so real wie möglich zur Geltung gebracht. Ich konnte mich sehr gut in Sophies verzweifelte Lage versetzen.
Der Prolog ist zwar drei Seiten kurz, dennoch enthielt es soviel Infos wie möglich. Die Hauptprotagonistin Sophie ist so eine sympathische Person, dass ich mich von Anfang an mit ihr anfreunden konnte.
Der Schreibstil ist verständlich und flüssig zu lesen. Der Klappentext hat viel versprochen und so ist es in dem gesamten Buch.
Mir gefiel immer das Ende eines Kapitels: Sie endeten immer so spannend, dass ich unbedingt weiter lesen musste, um zu wissen, wie es weiter geht.
Ich könnte in diesem Fall einmal mehr behaupten, dass Liebe blind für das Offensichtliche macht. Der Schönling hatte Sophie so den Kopf verdreht, dass ihr alles andere fast egal war. Jean hatte mich schon von Anfang an interessiert. Ich wollte immer wissen, wer er wirklich ist.
Was mir noch besonders gefällt ist, dass die Handlung sich in Paris abspielt. Denn normalerweise suchen sich deutsche Autoren Städte aus Deutschland aus, die sie besonders gut kennen. In ihrer Biographie ist zu lesen, dass Sarah Lukas gerne nach Frankreich fliegt. Aus diesem Grund fällt es ihr wohl nicht schwer, Plätze von Paris zu beschreiben.
Erst dachte ich, das Buch wäre ein Fantasy-Roman, aber als ich mittendrin war, war ich glücklich, dass es keine Kobolde und Elfen vorkamen. Die gesamte Handlung ist einfach spannend.
Die Karte von Paris ist sehr hilfreich, um zu wissen, wo sich Sophie gerade befindet, denn es werden so viele Straßen genannt, mit denen man nichts anfangen kann; aber die Karte erleichert einem diesen Überblick.
Das Cover passt sehr gut zur Handlung. Es stellt Sophie dar, die verträumt ins Nichts schaut. Ihre kalt blauen Augen und der Engelsflügel fallen mir besonders ins Auge. Dieses Cover könnte ich mir stundenlang ansehen. Einfach wunderschön.
Ich habe mich wahnsinnig auf diesen Roman gefreut und wurde nicht enttäuscht.
Da es das erste Buch ist, das ich von Sarah Lukas gelesen habe, werde ich mir noch unbedingt das andere Buch von ihr vornehmen. Und hoffentlich schreibt sie weitere Romane über Sophie, denn ich habe sie in mein Herz geschlossen.
Fazit:
Ein sehr gutes Buch, mit vielen Höhen und Tiefen. Ich kann es jedem raten, der ein weinig Lust auf eine verzweifelte Frau in Paris hat.
Rezension verfasst vor 7 Monaten (7)
Sarah Engels
Der Kuss des Engels
Taschenbuch
416 Seiten
Verlag: Piper Taschenbuch (Oktober 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492268072
€ 9,95
„Eine magische Lovestory“, so heißt es auf dem Buchrücken.
Eine Geschichte der Liebe, die aber mit dem Verlust des Geliebten beginnt. Sarahs Verlobter Rafael arbeitet freiwillig in Kolumbien in seiner Tätigkeit als angehender Arzt. Dort wird er von Rebellen getötet. Für Sophie bricht eine Welt zusammen und so geht sie nach Paris.
Doch ist sie bereit für den Start in ein neues Leben, hier in der Stadt, wo Rafael ihr den Antrag machte?
Die Erinnerungen umgeben sie, gehen mit ihr, lassen sie nicht los. Als ihre innere Trauer zu groß wird, beschließt sie, ihrem Leben ein Ende zu setzen. Gerade als Sophie auf der Brücke steht, fährt ein Boot auf der Seine und sie meint darauf ihre große Liebe Rafael gesehen zu haben. Aber wie ist das möglich? Sie hat ihn doch begraben.
Immer mehr findet in der vergangenen Zeit das Thema „Engel“ großen Zuspruch auf dem Büchermarkt.
Sarah Lukas hat mit „Der Kuss des Engels“ sich diesem Trend mit ihrem Debütroman angeschlossen, der hauptsächlich durch die sprachlich gelungene und bildlich gut vorstellbare Beschreibung eben der Stadt Paris getragen wird.
Die Protagonistin Sophie macht sich nunmehr auf die Suche nach ihrem Rafael. Was sie nicht weiß, dass sein Körper von einem gefallenen Engel benutzt wird, der auf Erden eine Aufgabe erledigen soll. Auf der Suche nach Rafael trifft Sophie auf Jean, ein Dämonenexperte.
Rafael, nicht mehr der einst so liebevolle Mann, den Sophie kannte, hat sich sehr zum negativen verändert. Jean warnt Sophie vor diesen Mann. Doch sie will nicht auf ihn hören.
Die Handlung beginnt spannend, macht Lust auf mehr, Hoffnung, dass es bis zum Ende anhält. Doch leider nein, obwohl wirklich gutes Potential in der Story vorhanden ist, flacht die Geschichte sehr ab und versickert fast wie ein Rinnsal. Der Leitfaden wird hier doch sehr mit Religiösem überschüttet. Allerdings muss man der Autorin zugute halten, gute Arbeit bei der Recherche geleistet zu haben.
Mit lockerem Ton, einer gewissen Leichtigkeit in ihrer Sprache entführt Sarah Lukas den Leser mit „Der Kuss des Engels“ in die Stadt der Liebe, mit einer Geschichte, deren Inhalt mehr Aufarbeitung gut getan hätte. Wie man so sagt „Paris sehen, erleben, man wird es lieben.“
Das Coverbild in dezenten Farben, darauf der Buchtitel in Rot gedruckt, die hilfreiche Karte am Ende des Buches, alles sehr schön.
Ich denke, es ist empfehlenswert für Paris-Liebhaber, denn man fühlt sich wirklich während des Lesens durch die so detaillierten Beschreibungen an die Plätze versetzt, auch wenn man noch nicht selbst dort war. Doch diese sind wiederum der Grund, warum die Haupthandlung ein Stück „vom Weg abgekommen ist“.
Mit einigen offenen Fragen endet das Buch schlagartig.
Rezension verfasst vor 7 Monaten (5)
Inhalt:
Als ihr Verlobter Rafael ermordet wird, zieht Sarah weit weg von Deutschland nach Paris um den Verlust zu verarbeiten und ihr Leben neu zu gestalten. Für sie hat ihr Leben keinen Sinn mehr. Um sich von dem Schmerz abzulenken, belegt sie Sprachkurse und geht auf Jobsuche. Doch all diese Ablenkung hilft ihr nicht und sie beschließt, Rafael nachzufolgen und ihrem Leben ein Ende zu setzen. Als sie dann aber auf der Brücke steht, entdeckt sie drei Männer auf einem Schiff und ist sich sicher, dass einer von ihnen ihr verstorbener Rafael ist. Sie begibt sich auf die Suche nach ihm und entdeckt das Schiff auf dem sie ihn gesehen hat und sie findet den Mann, der Rafael zum Verwechseln ähnlich sieht und folgt ihm. Als sie in einer dunklen Seitengasse beobachtet sie einen gewaltensamen Überfall, bei dem der Mann der wie Rafael aussieht seine Finger mit im Spiel zu haben scheint. Von einem Fremden der zu Hilfe eilt erfährt sie, dass Rafael so wie sie ihn kannte nicht mehr existiert. Denn Rafael ist ein gefallener Engel mit bösen Absichten und er hat eine besondere Mission auf Erden, die er nur mit Sophies Hilfe erfüllen kann…
Autorin:
Sarah Lukas(echter Name: Daniela Knor) wurde am 30.Oktober 1972 in Mainz geboren und aufgewachsen. Nach dem Abschluss ihres Abiturs 1992, begann sie Anglistik(=Wissenschaft, die sich mit der englischen Sprache und Literatur beschäftig), Ethnologie(=Völkerkunde) sowie Vor- und Frühgeschichte zu studieren. Später wechselte sie zu einem Fernstudium in Geschichte, Neuerer deutscher Literaturwissenschaft und Psychologie. Ihre Liebe zum Schreiben hat sie zum Beruf gemacht. „Der Kuss des Engels“ ist ihr Debütroman, „Der Kuss des Jägers“ der Nachfolgeband. Sie hat auch noch andere Bücher wie „Elbensang“ oder „Sternenwächter“ veröffentlicht. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Wiesbaden.
Eigene Meinung:
Auf „Der Kuss des Engels“ bin ich vor einiger Zeit auf thalia.de gestoßen und den Klappentext fand ich sehr interessant. Jetzt hatte ich die Gelegenheit das Buch zu lesen und möchte euch meine Meinung dazu mittteilen. Ein besonderer Anreiz das Buch zu lesen war, dass das Buch das Thema Engel behandelt und sich somit von der ganzen Vampirliteratur abhebt. Schon von Anfang an ist die Stimmung mysteriös, spannend und traurig. Besonders gefällt mir, dass das Buch aus zwei Perspektiven, nämlich aus der von Sophie und der von Jean geschildert wird. Leider wird von den Nebencharakteren sehr wenig erzählt, was aber verzeihlich ist. Der Schreibstil hingegen konnte mich überzeugen, es ist angenehm und flüssig zu lesen. In dem Buch tauchen viele Ortsbeschreibungen auf, die vielleicht für manchen störend sind, ich fand es aber sehr interessant, weil ich noch nie in Paris war und so die Stadt besser kennen lernen konnte. Sophie fand ich eine recht sympathische Hauptperson mit sehr trauriger Geschichte die mir sehr leid tut, wegen des Verlusts ihres Verlobten. Am Schluss bleiben einige Fragen offen, die hoffentlich im Nachfolgeband „Der Kuss des Jägers“, welcher schon erschienen ist, geklärt werden. Ich würde das Buch Jugendlichen ab 14 Jahren empfehlen, die gerne Bücher über Engel/gefallene Engel lesen.
Rezension verfasst vor 8 Monaten (5)
Traue nie einem gefallenen Engel
Nach dem Tod ihres Verlobten Rafael verlegt Sophie ihren Lebensmittelpunkt nach Paris. Dort hofft sie auf einen neuen Anfang. Doch die Trauer ist zu groß. Als sie von einer Brücke in die Seine springen will, sieht sie auf einem vorbeifahrenden Boot ihren Rafe. Voller Hoffnung macht sie sich auf der Suche nach ihm. Er ist jedoch nicht mehr der Alte: ein gefallener Engel nutzt seinen Körper – und nutzt die Liebe Sophies zu Rafe für seine Zwecke. Doch was will „Rafe“ wirklich und welche Rolle spielt der geheimnisvolle Jean, der Sophie vor dem gefallenen Engel warnt?
Sarah Lukas’ Roman ist eine Geschichte voller Liebe, Trauer und Hoffnung. Gekonnt spielt die Autorin mit den Gefühlen der Hauptheldin und des Lesers. Geschickt verbindet sie dabei biblischen Mythos und spannenden Liebesroman zu einer Einheit.
Der Schreibstil der Autorin ist frisch und locker. Mit kurzen Kapiteln hält sie die Spannung beim Leser aufrecht und sorgt für das Bedürfnis, sofort auf den letzten Seiten nach dem Ausgang der Geschichte zu schauen. Außerdem hat Sarah Lukas ein tolles Talent, Paris zu beschreiben. Ich war während des Lesens dort und stand vor einigen real existierenden Schauplätzen, toll!
Fazit: Auch wenn wir hier sicher keinen literarisch hochwertigen Roman vor uns haben, ist es doch wunderbare Unterhaltung für zwischendurch. Aus diesem Grund kann ich diesen romantischen Fantasyroman gerne empfehlen.
Rezension verfasst vor 9 Monaten (12)
ZUM INHALT:
Manchmal zerplatzen Träume wie Seifenblasen: Sophie glaubt, sie habe eine glückliche Zukunft mit ihrem Verlobten Rafael vor sich - bis zu dem verhängnisvollen Tag, an dem er stirbt. Die junge Frau steht vor dem Nichts. In Paris sucht sie das Vergessen, doch ein Leben ohne ihn hat für sie keinen Wert. Dann erblickt sie am Ufer der Seine eine Gestalt, die Rafael zum Verwechseln ähnlich sieht. Sophie ist überzeugt, dass er zurückgekehrt ist, doch der Fremde erinnert sich nicht an sie. Und bevor Sophie begreift, worauf sie sich einlässt, schweben sie beide in großer Gefahr. Denn er ist ein gefallener Engel, dem eine ganz besondere Mission auf der Erde zuteil wird. Und er kann sie nur mit Sophies Hilfe erfüllen ...
MEINE MEINUNG:
Als erstes möchte ich das Cover loben, es ist zwar schlicht, aber dennoch wunderschön gehalten und auch die Gestaltung im Buch finde ich gelungen.
Ich habe das Buch in nur wenigen Stunden durchgelesen, was ja schon mal für sich spricht, doch nun am Ende bin ich ein wenig unentschlossen, was ich davon halten soll. An sich ist das Buch und die Geschichte darin toll und gerade der Klappentext hörte sich super interessant an, doch es konnte nicht richtig umgesetzt werden, deswegen bin ein wenig enttäuscht.
Was mir gefiel waren die Beschreibungen in dem Buch, es wird alles sehr lebhaft und detailgetreu dargestellt und man kann sich als Leser alles gut vorstellen und in seinem Kopf Bilder entstehen lassen.
Doch die Protagonisten fehlt dieses, sie werden nicht richtig beschrieben, man erfährt wenig über ihren Charakter, ihr Leben, zwar bekommt man ein wenig Informationen, doch die gehen nicht tief und es ist, als wären keine Informationen geflossen, für mich fehlt das Gefühl zu den Personen, sie blieben mir doch irgendwie fremd und das ist an sich schade, da es ja auch einen zweiten Teil gibt und ich kann nur hoffen, dass es da besser wird. Zusätzlich findet man immer mal wieder Längen in dem Buch und auch die Spannung ist nicht immer spürbar, es wirkt schon mal zäh und langatmig. Und mich haben die ganzen Erklärungen verwirrt die hier auftauchen und ich konnte diese nicht immer einordnen und auch am Ende bleibt ganz viel unbeantwortet und ungeklärt und ich wusste nicht ganz genau, was die Autorin mir damit sagen wollte. Also am Ende hatte ich einige Fragezeichen im Kopf.
Trotzdem werde ich den zweiten Teil auf jeden Fall lesen, denn die Autorin hat einen schönen und flüssigen Schreibstil und ich will natürlich wissen wie es weitergeht und ob die Autorin sich steigern kann.
FAZIT:
Leider nicht ganz so gelungen, aber dennoch lesenswert und ich hoffe auf eine Steigerung im nächsten Band!!!
Rezension verfasst vor 1 Jahr (16)
Nach der Inhaltsangabe hatte ich mir von diesem Buch mehr erhofft. Die Idee zu diser Geschichte ist eigentlich sehr schön, nur für meinen Geschmack hapert es an einer Umsetzung, die sowohl gefühlvoll als auch spannend ist. Das Potenzial dazu haben sowohl die Geschichte als auch die Autorin, das merkt man sehr deutlich. Ich für meinen Teil empfand die genauen Beschreibungen der Örtlichkeiten und auch die Nennung der Straßennamen nicht als störend, ganz im Gegenteil, ich kann mich dann besser in eine Geschichte hinein versetzen. Und die meisten genannten Namen sind so berühmt, die kennt eigentlich jeder, denn - hey, die Geschichte spielt in Paris, in einer der berühmtesten Städte der Welt!
Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich den zweiten Teil lesen werde. Als teures Hardcover- Buch sicher nicht, ich warte auf die Taschenbuchausgabe.










