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Vor 11 Monaten
(5)Arleit ist Ende 30 und mit Kind und Mann zum Osteressen bei den Eltern. Dann, plötzlich, der epileptische Anfall. Dieses Gewitter im Hirn läßt die vermeindliche Familienidylle aufbrechten. Die kranke Bilderbuchehe der Eltern kommt endlich zum Vorschein, der sexuelle Mißbrauch von Arleit als Kind, den die Mutter ignoriert, eine DDR, die das Menschsein ablehnt, die Ausreise in den Westen und immer wieder der Stiefvater, der die 14 Jährige benutzt. Saskia Fischers Debütroman erschien bei Suhkamp in einer auffallend hohen Auflage und in HC. Man erwartet etwas von der Berliner Autorin, die schon Lyrikpreise erhalten hat und mit Ostergewitter erstmals in Prosa macht. Ihre Sprache ist knapp, jedes Wort sitzt - wohl ein gelungenes Erbe der Lyrik - und der Roman zieht schon ab der ersten Seite den Leser hinein in Arleits Leben. Derzeit (Mai 2012) rezensieren alle großen Blätter (FAZ, SZ ect.) das Buch "Ostergewitter" und mahnen, die Autorin im auge zu behalten. Richtig so!
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