"Ein Wunder, dass ich es durchbekommen habe …"
Inhalt:
Es geht um die Vampirspionin Daphne Urban, die in ihrem Fall das Auftauchen einer neuen Droge ermitteln soll, die zu vielen Toten führt. Allerdings scheint der Falll alles andere als normal, denn es ist ganz und gar nicht einfach an die Macher dieser neuen Modedroge zu gelangen. Doch dank dem Team Darkwing verlaufen die Ermittlungen gut, abgesehen von so manch einem Problem, das Daphne immer wieder Kopfzerbrechen verursacht. Diese liegen garantiert nicht nur an ihrem Job, sondern auch an ihrem Ex- bzw. Freund, den sie aus Versehen zu einem Vampir verwandelt hat. Ihre große Liebe hält jedoch recht wenig vom Vampirdasein und somit muss Daphne nicht nur gegen Drogenbosse ermitteln, sondern auch endlich ihr Liebesleben in den Griff bekommen, denn die Vampirjäger warten bloß auf einen Fehler …
Meinung:
Dummerweise habe ich mit dem zweiten Band der “The Darkwing Chronicles” Reihe begonnen, was aber auch nicht viel an meiner Gesamtmeinung ändert, denn man braucht den ersten Band nicht unbedingt zu lesen, da die Hauptprotagonistin immer wieder in die Vergangenheit verfällt. Ich stelle mir jedoch gerade dies als extrem langweilig vor, wenn man den ersten Band schon verfolgt hat.
Das Cover lassen schon darauf deuten, dass es sich um eines dieser Vampir Mainstreambücher handelt und ja, ich hatte vollkommen recht. Das soll natürlich nicht zur Urteil beitragen, spielt aber dennoch eine gewisse Rolle, denn mal wieder gibt es eine starke Hauptprotagonistin, die ein Vampir ist und als Geheimagentin arbeitet. Die gesamte Story handelt somit überwiegend davon, den Fall zu lösen und ihre Privat- bzw. Liebesleben in den Griff zubekommen. Ich will mich hier kurz fassen, denn der Fall handelt von einer plötzlich auftauchenden mega Droge, was überhaupt nicht spannend war. Daphnes Liebesleben ist dagegen ein reinstes Chaos, was auch nicht gerade lesenswert ist, wenn man nicht auf kurze Sexszenen und wenig richtige Gefühle steht. Ich konnte mit Daphne als weibliche Hauptprotagonistin kaum etwas anfangen, da sie mir einfach zu flach erschien. Der Plot war schon nicht gerade spannend und äußerst vorhersehbar, aber dann noch solch einen blassen Hauptcharakter? Das war dann doch schon grenzwertig.
Das größte Problem hatte und habe ich immer noch mit den “Vampiren” an sich. Natürlich verarbeitet jede/r Autor/in dieses Thema anders, aber so? Bei dieser Reihe verwandeln sich die Vampire zu übergroßen Fledermäusen, die ihren menschlichen Kopf behalten, deren Augen aber groß glänzend werden. Das ekelhafteste war dann noch die Beschreibung, wie Daphnes Körper von Plüschfell überzogen wird. Was hat das schon mit Vampirismus zu tun? Fledermäuse sind doch wirklich so etwas von klischeehaft, dass es nur noch langweilt. Doch das größte Problem hatte ich dann auch noch damit, wie menschlich Daphne dennoch ist. Auch wenn sie sich in eine riesen Fledermaus verwandeln kann, isst sie blutige Steaks, braucht deshalb kaum Blut trinken, geht von Club zu Club und keiner merkt ihr irgendetwas an. Allerdings muss sie dann tagsüber schlafen, bleibt in einem Kampf jedoch unglaublich schwach und besitzt keinerlei übernatürlichen Kräfte die erwähnenswert wären. Das war einfach nur ätzend zu lesen, totaler Müll! Ich mag selbst viele Vampir Mainstreambücher, aber es müssen Vampire sein, keine plüschigen Fledermäuse die sie dann und wann mal verwandeln um irgendeinen Blödmann in der Luft fallen zu lassen, was für primitive Kampfszenen!
Der Schreibstil passt sich diesem Image an, flach und wenig spannend. Daphne erzählt ihre Geschichte und nervt den Leser immer wieder mit ihrem unendlichen Liebeskummer, ein Vampir hat natürlich auch keine anderen Sorgen.
Fazit:
Auch wenn ich mit dem zweiten Teil eingestiegen bin, reicht mir das schon zu Genüge. “The Darkwing Chronicles” ist keine Reihe die ich weiter verfolgen werde, denn sie ist flach und vertritt ein Vampirimage, das mir äußerst zu wieder ist. Wenn ich mich schon für so klischeehafte Vampirlektüre entscheide, dann will ich auch Vampire lesen und keine plüschigen riesen Fledermäuse beschrieben bekommen. Gut gemeinte 2 Sterne, 1,5 wären wohl angebrachter.