Leser-Rezension zu „Der Augensammler” von Sebastian Fitzek

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Claudia-Marina Claudia-Marina
Verfasst von Claudia-Marina
am 20.08.2010
 

Es ist der Abend des 15. Juni 2010. Ich sitze in einer Kirche – der Kulturkirche in Köln – und warte zusammen mit anderen Lese- und Thrillerbegeisterten auf Sebastian Fitzek. Viele halten sein neues Buch in Händen, haben den Augensammler wie ein Gesangbuch auf die Ablage ihrer Kirchenbank gelegt – ein merkwürdiger Anblick, der mich schmunzeln lässt. Ich habe das Buch schon gelesen – es liegt in meiner Tasche, bereit zum signieren lassen – an einem einzigen Nachmittag habe ich es verschlungen.

Eins zwei drei für Eckstein
alles muss versteckt sein…
hinter mir, vor mir, neben mir, gilt es nicht…
Ich komme!

Und dann ist es schon zu spät. Er spielt mit seinen Opfern verstecken, tötet die Mütter und gibt den Vätern 45 Stunden Zeit, ihr Kind zu finden. Danach tötet er auch das Kind und behält eine grausige Trophäe zurück.

Die Polizei ist ratlos, es gibt keine brauchbaren Spuren – nur einen einzigen Verdächtigen, den Journalisten Alexander Zorbach. Und eine angebliche Zeugin - Alina Gregoriev, die bei der Polizei eine erstaunliche Aussage gemacht hat: Sie selbst hat den Augensammler als Physiotherapeutin behandelt. Der einzige Haken an der Sache: Alina ist blind und so will ihr niemand Glauben schenken. Verzweifelt wendet sie sich an Zorbach. Zusammen machen sie sich auf die Jagd – und die Zeit läuft langsam ab.

Gebannt lausche ich, als Sebastian Fitzek vorliest. Die Kirchenbank ist hart, doch das stört mich nicht. Ich bin wieder so gefangen, als würde ich selber lesen. Und Herr Fitzek liest nicht nur einfach – er macht den Abend zu einem Event. Es ist unglaublich, wie genau er recherchiert hat um die Person der blinden Alina perfekt darzustellen. Er will sich keine Fehler erlauben, keinen Klischees erliegen.

Die Figur der blinden Alina ist authentisch. Ungewöhnlich, denn vieles von dem was sie tut, würde ich nicht mit einem blinden Menschen in Verbindung bringen. Aber eben das macht sie so realistisch, zu einer Person mit Ecken und Kanten und für mich zur eigentlichen Protagonistin in diesem Roman. Zudem ist Der Augensammler höllisch spannend. Ein Page-Turner. Ein Buch zum einmal anfangen und nicht mehr weglegen wollen. Ein grandioser Thriller. Ich könnte noch lange so weitermachen – aber dann würde es langweilig werden. Lest einfach selbst!

Nach zwei Stunden Lesung erhebe ich mich ein wenig steif von der harten Kirchenbank, reihe mich noch in die Schlange am Ausgang ein um mir mein Buch signieren zu lassen und gehe dann nach einem mehr als gelungenen Abend wieder nach Hause.

 

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Der Augensammler Der Augensammler
Sebastian Fitzek

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Der Augensammler
von Sebastian Fitzek

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