Rezension verfasst vor 1 Jahr
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KURZ GESAGT:
Dass es auf Inseln geheimnisvoll zugehen kann, wusste schon Jules Verne. Inseln sind als abgelegende Orte einfach prädestiniert dafür, spannenden Plots Vorschub zu leisten. Und wenn dann eine Moorleiche auftaucht, die offenbar zweimal gestorben ist, bekommt dieser Plot eine abgründige Tiefe.
Tatsächlich wimmelt es in diesem Buch von Abgründen: Keller, Gräber, Meerestiefen, alles ist geboten. Nicht zuletzt erfährt die Gynäkologin Tora, die die Leiche auf ihrem Grundstück entdeckt hat, am eigenen Leib, welche Abgründe ihre Mitmenschen in sich tragen. Einen ersten Hinweis darauf bieten schon die Runen, die in den Rücken der Toten geritzt wurden. Wer so etwas tut, ist über die Grenzen eines Feld-Wald-und-Wiesen-Mordes weit hinausgegangen. Und womöglich ist er kein Einzeltäter …
Mich hat die liebenswerte Echtheit der Hauptfigur überzeugt, die – zunächst ganz bodenständig, dann zunehmend angeschlagener – bemüht ist, den Ereignissen auf den Grund zu gehen, nur um noch immer eine Ebener darunter zu entdecken. Wer mysteriöse Thriller mit dichter Verschwörungsatmosphäre schätzt, dem empfiehlt die Buchprüferin: Türen abschließen und lesen!
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