Rezension zu "Prinsengracht 263" von Sharon Dogar

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Federchen

Vor 1 Jahr

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„Das Vergessenwollen verlängert das Exil, und das Geheimnis der Erlösung heißt Erinnerung.“ (jüd. Weisheit)
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Amsterdam, Juli 1942, Prinsengracht 263. Das Hinterhaus einer Filiale der Opekta GmbH. Peter van Pels steht im engen Flur seines neuen Zuhauses. Nein, seines Gefängnisses. Seine Eltern und die Familie Frank werden sich hier knapp 75 m² teilen. Acht Personen auf 75 m². Kein Fenster dürfen sie öffnen, kein Licht anmachen, sich nicht laut streiten, nicht durchs Haus toben. Peter ist 16 und versteht die Welt nicht mehr. Er hat Angst, Angst um sein Leben. Er ist Jude und wird verfolgt. Verfolgt von Menschen. Warum? Diese Frage stellt er sich immer wieder. Er möchte nur er sein, Peter. Dabei stößt er auf wenig Verständnis bei Anne Frank, die ihr Tagebuch nur eine Etage unter ihm schreibt. Die Familie Frank ist stolz und doch sind sie hier, hier mit Peter, hier im Dunkeln und warten, warten auf das Ende des Krieges, warten auf die Nachricht wieder Sonnenlicht sehen zu dürfen oder warten darauf entdeckt zu werden…
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Prinsengracht 263 beschreibt das Leben im Hinterhaus aus der Perspektive von Peter van Pels. Sharon Dogar wählt hierfür die Ich-Erzählung, kurze aussagekräftige Sätze, geschrieben als würde Peter nur mit dem Leser sprechen, nur ihm seine Geschichte erzählen.
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“Hörst du zu? Bist du noch da?“
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Der Leser wird direkt angesprochen, kann sich der Geschichte nicht entziehen. Ein intensives Gefühl Peter zu helfen, ihm Glück zu wünschen, gerade weil man weiß, wie es enden wird, aber nicht sollte. Sharon Dogar erinnert an eine grausame Zeit, die trotzdem in Erinnerung bleiben muss. Ihr Jugendroman soll helfen, dass niemand vergisst, was blinder Hass anrichten kann. Eine fiktive Geschichte auf der Basis historischer Tatsachen, die einen bleibenden Eindruck hinterlässt.

Autor: Sharon Dogar
Buch: Prinsengracht 263
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