Drei Tage vor ihrer Hochzeit mit dem älteren, gut situierten Mackenzie, erfährt Sarah, durch Lauschen an der Tür, dass ihr zukünftiger Ehemann seine vor 10 Jahren verstorbene erste Frau Jane immer noch liebt.
Sarah ist am Boden zerstört, und flüchtet bei Nacht und Nebel aus dem Haus von Mackenzie, löst ihre Wohnung in London auf, und flüchtet nach Redstone, der ehemaligen Heimat ihrer Eltern.
So weit , so gut. Bis zu diesem Punkt war das Buch ja noch ganz nett, auch wenn ich mich hier schon über die teilweise sehr gestelzten und unglaubwürdigen Dialoge geärgert habe.
Aber dann geht es auch schon bergab.
In diesem beschaulichen Örtchen in Irland begegnet Sarah nämlich noch 4 weiteren Frauen, die alle ein Problem mit ihrem Liebesleben haben.
Zwischen diesen und Sarah entwickelt sich innerhalb von 6 Wochen (!!!) eine tiefe Freundschaft, und von da an dreht es sich kaum noch um Sarah, sondern um die anderen und deren Leiden. Sarah taucht zwar immer wieder man als Statistin dazwischen auf, hat aber für die Handlung absolut keine Funktion mehr.
Was soll das? Davon wurde im Klappentext nichts erwähnt. Auf den letzten 30 Seiten switcht die Handlung dann zwar wieder hauptsächlich zu Sarah, aber auf solch eine unglaubwürdige und lächerliche Art, das ich stellenweise nur noch dachte „Wer kauft ihr denn das jetzt ab?“
Mehr kann ich jetzt dazu nicht schreiben, ohne das Ende zu verraten. Wer einfach nur mal schnell nebenher eine anspruchslose Liebeleigeschichte lesen will, der ist hier richtig beraten. Ich habe das Buch gestern ausgelesen, und weiß jetzt schon, dass ich nächste Woche die Hälfte bergessen habe.
Das Buch hat mich überhaupt nicht berührt, normalerweise bin ich schnell zu Tränen gerührt und fiebere mit, beim Lesen dieses Buches dachte ich einfach nur "Wie viel Seiten hab ich noch, bis ich durch diese Tortur bin?"
Gerade noch 2 Sterne für die liebevollen Beschreibungen von Irland, dessen Seen, Meere und Hügel, die wirklich ganz gut gelungen sind.