Leser-Rezension zu „Querschläger” von Silvia Roth

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DieBuchkolumnistin DieBuchkolumnistin
Verfasst von DieBuchkolumnistin
am 28.02.2010
 

Ich habe den Nachfolgeband von "Der Beutegänger" ohne vorherige Infos, d.h. auch ohne den Vorgänger gelesen und so war mir das Ermittlerduo Hendrik Verhoeven und Winnie Heller komplett neu.
Das Buch wechselt ständig seine Perspektiven und baut von daher relativ schnell Spannung auf: Winnie Heller ermittelt in einem Undercoverfall und gleichzeitig wird der Massenmord an einem Wiesbadener Gymnasium geplant und durchgeführt, gespickt von verschiedenen Aussagen über die Teilnehmer, die den Leser mehr über die Charaktere der Opfer und vermeintlichen Täter verstehen lassen. Ein Massaker ist geschehen, 8 Schüler und Lehrer wurden blind erschossen und der Schütze richtet sich am Schluss im Schulkeller selbst. Oder doch nicht? Relativ bald wird klar, dass es kein Selbstmord war und definitiv noch eine andere Person an dem Massenmord beteiligt gewesen sein muss und immer noch frei herumläuft. Heller und Verhoeven ermitteln gegen die Zeit und das Trauma, dass diese Tat verursacht hat.
Ein gut geschriebener Krimi zum mitermitteln, der das Thema Schulmassaker völlig wendet und den wahren Täter bzw. das Motiv bis zum Schluss verschweigt. Es kam mir beim Lesen äußerst realistisch vor, tolle Umsetzung der Polizeiarbeit (keine Helden) und am Boden gebliebene Hauptdarsteller. Allerdings wird die Tatsache um den zweiten Täter erst nach 200 Seiten enthüllt und bis dahin fand ich es nur mässig spannend und die unterwürfige Beschreibung der Ermittlerin Winnie Heller gefällt mir auch nicht besonders gut. Trotzdem insgesamt äußerst lesenswert!

 

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Querschläger Querschläger
Silvia Roth

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Querschläger
von Silvia Roth

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