Leser-Rezension zu „Kalte Asche” von Simon Beckett
am 30.07.2010
Also der Sprecher hat wirklich ein Stimmproblem. Ich höre da Nebengeräusche auf den Stimmlippen, die mich ganz wahnsinnig machen. Die Musik wird völlig willkürlich und motivationslos eingespielt. Meist passt sie nicht mal. Naja, wer es mag.
Schlimm finde ich nur, dass so ein Buch ein Bestseller wird.
Den Mörder hatte ich schon ziemlich schnell raus und auch sonst fand ich vieles sehr schnell zu durchschauen. Dickes GÄHN! Wer viele Krimis liest und hört und sich nicht nur berieseln lassen will, sondern aktiv mitdenkt, kommt sich schnell für dummverkauft vor.
Was jedoch Sprache und Stil angeht, hat Beckett wirklich Talent. Er beschreibt plastisch und die Figuren bekommen alle sehr lebendige Züge. Er denkt auch an Sprecheigenheiten und -gewohnheiten. Sowas finde ich toll.
Wer also zwischendurch einen netten Krimi ohne viel Überraschungen hören will, durchaus zu empfehlen. Für empfindliche Hörer, die sich schnell an einem auffälligen Sprecher stören, rate ich lieber zum Buch.

