Rezension zu "Kalte Asche" von Simon Beckett

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Steffis-Buecherkiste

Vor 11 Monaten

(7)

"Kalte Asche" hat mir noch deutlich besser gefallen, als "Die Chemie des Todes", was besonders am Handlungsort, der Insel Runa, liegt. Beckett gelingt es ganz vorzüglich die Atmosphäre der kargen, sturmumtosten und einsamen Insel zu transportieren. Verbunden mit den furchtbaren Morden, der wortkargen und merkwürdig erscheinenden Bewohner und dem im späteren Verlauf des Buches verheerenden Unwetters, ist Gänsehaut garantiert.Die Weiterentwicklung des Hauptcharakters David Hunter ist schlüssig. Er leidet ganz offensichtlich noch unter den Ereignissen aus "Die Chemie des Todes", weswegen es hilfreich ist, die Serie in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Obwohl es auf der Insel eindeutig gewaltätig zugeht, gibt es auch Momente, in denen sich Hunter die Einsamkeit des Ortes zu nutze machen kann, um sich über seine Gefühle und seine Vergangenheit und Zukunft klar zu werden. Trotz aller Schauerlichkeiten bleibt also noch genügend Zeit für leise Zwischentöne.Der Kriminalfall ist spannend und mit zahlreichen Wendungen versehen. Auch wenn ich relativ schnell auf der fast richtigen Fährte war, hat mich die letzte Wendung dann doch überrascht. Die letzte Szene des Romans mag vielleicht viele Leser aufregen, da Beckett "Kalte Asche" mit einem unglaublichen Cliffhanger beendet. Manche könnten dem Autor hier Effekthascherei vorwerfen, zumal man so fast gezwungen wird den mittlerweile erschienenden dritten Band "Leichenblässe" zu lesen. Nun ja, die Rechnung ist aufgegangen - "Leichenblässe" stieg ganz oben auf der Bestsellerliste ein und da ich persönlich gerne Figuren über mehrere Bände verfolge, hat es mir nicht so viel ausgemacht.

Autor: Simon Beckett
Buch: Kalte Asche
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