Leser-Rezension zu „Whispers of the Dead” von Simon Beckett
am 6.05.2011
Zu Gast auf der "Body Farm" in Amerika wird Forensiker David Hunter in einen Kriminalfall hineingezogen, bei dem es ein tötungswütiger Serienkiller auf nahezu alle Menschen abgesehen hat, derer er habhaft werden kann, einschließlich des Ermittlerteams. Als schließlich auch noch die hochschwangere Ehefrau von Davids Freund von dem Killer entführt wird, treiben die Ereignisse unweigerlich auf einen atemlosen Höhepunkt zu.
Mit diesem Roman hat Simon Beckett die anderen David-Hunter-Bücher zwar nicht unbedingt getoppt, aber auf jeden Fall ist dieses Buch nicht schlechter als die anderen.
Die Geschichte entwickelt sich langsam, fast arglos, und wird zu einem spannenden Finale gesteigert, das es dem Leser wirklich schwer macht, das Buch vor der letzten Seite aus der Hand zu legen.
Figuren und Handlung entwickeln sich gleichberechtigt. Die Entfaltung der Charaktere erhält ausreichend Raum, um ihre Handlungsweisen kennenzulernen und dem Leser Identifikationsmöglichkeiten zu bieten.
Wegen seiner gefühlvollen Art zu schreiben gehört Simon Beckett zu meinen absoluten Lieblingsschriftstellern. Auch in "Whispers Of The Dead" (dt. Titel "Leichenblässe") bedenkt er umsichtig alle möglichen Kleinigkeiten, und egal, was er erzählt, es wirkt nie übertrieben oder unglaubwürdig.
Der Plot entfaltet sich völlig natürlich und geradezu wie von selbst. Der Roman ist nicht unnötig aufgebläht und enthält keine überflüssigen Sätze oder Passagen. Alles Gesagte hat Hand und Fuß und bezieht sich auf die Geschichte. Langweiliges Drumherum, mit dem andere Autoren einem oft die Zeit stehlen, fehlt völlig.
Für mich ist Simon Beckett einer der besten Schriftsteller der Gegenwart. Insbesondere die David-Hunter-Romane sind absolut lesenswert und für Krimifans praktisch ein Muss.

