Leser-Rezension zu „Die Leiden eines Amerikaners” von Siri Hustvedt

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Boris Boris
Verfasst von Boris
am 28.02.2010
 

Ich habe die ersten 100 Seiten gerne gelesen. Danach ärgerte ich mich immer mehr. Das Buch erklärt ALLES und gibt mir als Leser keine Chance selber zu denken. Alles wird durch den Erzähler analysiert und gedeutet. Das liegt natürlich an dessen Beruf. "Erzählen verbindet Dinge miteinander. Wir wollen eine zusammenhängende Welt, nicht eine in Stücken und Scherben.“(Seite 372)

Vielleicht stimmt dieser Satz sogar. Mir sind aber Bücher lieber, die sich mit den Stücken und Scherben befassen. Träume spielen in diesem Roman eine große Rolle und jeder Traum wird analysiert und gedeutet. Nichts bleibt in der Schwebe, alles wird erklärt. Bei „Was ich liebte“ ist mir das nicht so aufgefallen.

Noch eine Bemerkung zur Übersetzung.Läuft ein Eyeliner aus, wenn eine Frau weint ?(Seite 388) Sagt eine alte Frau auf dem Sterbebett:“Denken Sie, ich wäre weich in der Birne?“(Seite330)
„Sie Macker“ beschimpft Jeff den Psychiater nach einem Schupser.(Seite 295)
Mich stören solche Ungenauigkeiten sehr!

 

Kommentare zu dieser Rezension

Clari vor 1 Jahr

Leider mache ich die Erfahrungen häufiger: ein Buch vom Autor gefällt, das nächste lässt dann den gleichen Erfolg vermissen.Deshalb habe ich dieses Buch nach " Was ich liebte", das mir sehr gefiel, nicht gelesen, weil ich auch mehrheitlich hörte, dass es nicht mit ersterem mithalten kann! LG Clari


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Die Leiden eines Amerikaners Die Leiden eines Amerikaners
Siri Hustvedt

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Die Leiden eines Amerikaners
von Siri Hustvedt

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