Rezension verfasst vor 4 Jahren
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Es ist das erste Buch, das ich von der amerikanischen Schriftstellerin gelesen habe. Ich sehe es mit gemischten Gefühlen. Es hat zu schnell seine ganze Kraft nach oben geschossen und ab der Mitte des Buches konnte man diese Kraft nur noch erahnen. Irgendwann gab es den Punkt, wo etwas fehlte und das kann bei einem guten Buch nicht sein.
Die Geschichte erzählt Eric ein Psychologe aus New York. Sein Vater ist gestorben und Eric versucht mit alten Briefen, das geheime Leben seines Vaters aufzudecken. Drumherum bewegen sich seine Schwester Inga, Mutter einer fast erwachsenen Tochter, die noch immer nicht den Tod ihres Mannes verarbeitet hat, auch in seinem Leben Dinge findet, von denen sie bis dahin nichts wusste. Und dann ist doch Miranda, Erics neue Nachbarin, mit ihrer kleinen Tochter. Von ihr fühlt er sich angezogen, aber auch ihr Leben ist von einem dunklen Schatten umgeben -ihr anstregender Ex-Mann.
Was das Buch symphatisch macht, sind die Menschen und ihre Leiden. Nur am Ende war es vielleicht so viel des Ganzen, dass man schnell das Gefühl bekommt, als wäre hätte die Hühnersuppe etwas zu viel Salz erhalten. Aber das Buch hat durchaus auch Momente der - nennen wir es Erleuchtung. Man merkt schon, dass die Autorin mit der Psychologie bestens vertraut ist. Ich habe einfach einen Satz herausgepickt, von denen es einige gibt und genau das macht dieses Buch dann irgendwie doch gehaltvoll.
"Sprache ist oft schwach, dachte ich, ein dürftiges Herunterleiern übernommenen Wissens ohne wirkliche Bedeutung, aber wenn uns die Gefühle überwältigen, kann das Sprechen eine Qual sein. Wir wollen die Worte nicht hinauslassen, weil sie dann auch anderen gehören, und das ist ein Risiko, das wir nicht eingehen können. "
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