Leser-Rezension zu „Die zitternde Frau” von Siri Hustvedt

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Vane Vane
Verfasst von Vane
am 9.09.2010
 

Siri Hustvedt ist eine intelligente und gefühlvolle Frau. Sie ist es gewohnt, vor großem Publikum zu sprechen und souverän in der Öffentlichkeit aufzutreten. Was passiert mit dieser Souveränität, wenn plötzlich ein unbeherrschbares Ereignis eintritt? Nicht nur einmal, sondern, jeder vordergründigen Ratio entzogen, immer wieder? Siri Hustvedt beginnt bei öffentlichen Vorträgen zu zittern. Erstmals bei einer Gedenkfeier für ihren verstorbenen Vater, dann immer mal wieder sobald sie vor Publikum zu sprechen beginnt. Warum zittert sie? Sie beginnt eine Reise durch die Fachliteratur. Führt Gespräche mit Psychiatern und Neurologen, lässt sich untersuchen. Es ist ein Rätselspiel. Was ist psychisch, was somatisch bedingt? Sie möchte einen Namen für dieses Ereignis, sich in eine wissenschaftliche Kategorie einordnen können. Lange Jahre bereits hat sie Erfahrungen mit eigenen Migräneanfällen. Sie hat gelernt, sich nicht dagegen zu wehren, sondern sie mit Entspannungstechniken abzumildern und als Bestandteil ihres Ichs in ihr Leben zu integrieren. Gilt dies nun auch für das Zittern? Ist sie "Die zitternde Frau"?
Dieses Buch lesen bedeutet Siri Hustvedt begleiten in einer ganz persönlichen Fragestellung, sich bereichern lassen durch ihre Zusammenstellung an Fachwissen und schließlich zustimmend nickend noch einmal eine Eingangspassage zu lesen:"Intellektuelle Wissbegier über die eigene Krankheit entsteht mit Sicherheit aus dem Wunsch nach deren Beherrschen. Wenn ich mich nicht heilen konnte, konnte ich wenigstens anfangen, mich selbst zu verstehen."

 

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Die zitternde Frau Die zitternde Frau
Siri Hustvedt

(12)  

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Die zitternde Frau
von Siri Hustvedt

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