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Vor einigen Wochen viel mir per Zufall ein Buch in die Hände, das sich dem Klappentext nach eigentlich ganz interessant an hörte:
Hauptfach Mathematik, Nebenfach Prostitution - ein Leben zwischen Uni und Rotlicht
Sie wohnt in Berlin, studiert Mathematik und trifft sich am Wochenende mit Freunden. Eine normale junge Frau - auf den ersten Blick. Denn sie hat noch einen Job: Sie verkauft ihren Körper. Und darin sieht sie auch kein Problem. Wie kommt man als Studentin ins Rotlichtmilieu? Wie ist das, wenn man sich zum ersten Mal einem Freier hingibt? Wie erlebt man den Alltag mit Kunden und Kolleginnen? Wie kriegt man Studium, Partnerschaft und Prostitution unter einen Hut? Ein autobiographisches Bekenntnis zur käuflichen Liebe - und die freimütige Schilderung eines Doppellebens.
Soweit der Klappentext.
Zu der Autorin
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Sonia Rossi wurde in Italien geboren. Sie ist Mitte zwanzig, lebt in Berlin, studiert Mathematik und hat einen Sohn.
Mehr Informationen gibt es leider nicht über Sonia Rossi!
Inhaltsangabe Buchinnenseite
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Vorlesungen an der Uni, ein Leben zwischen zwei Männern, die Verlockung des schnellen Geldes und jede Menge Freier: Das ist die Welt von Sonia Rossi, Akademikerin und Prostituierte - mitten in Berlin...
Ja, es gibt sie: Intelligente junge Frauen, die ihr Studium mit käuflichem Sex finanzieren. Sonia Rossi ist eine davon - und sie steht dazu. Ohne Aussicht auf elterliche Unterstützung und BAföG entscheidet sie sich früh, ihren Unterhalt im Sexgewerbe zu verdienen: als Online-Stripperin, als Masseurin, schließlich als Prostituierte. Mehrere Jahre arbeitet sie in verschiedenen Bordellen und erfährt die diversen Facetten des Rotlichtmilieus: Schöne und weniger schöne, lustige und traurige, prickelnde und abstoßende Erlebnisse wechseln sich ab. Ständig steht sie vor der Herausforderung, ihre Tätigkeit zu verheimlichen: vor dem Partner, vor Freunden, Kommilitonen, ihrer Familie und vor dem Mann, den sie wirklich liebt.
Die offene, selbstbewusste und beeindruckende Schilderung eines frei gewählten Doppellebens zwischen Rotlicht und Hörsaal.
Zum Inhalt
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Sonia Rossi kommt aus Italien nach Deutschland um in Berlin Mathematik zu studieren. Bevor sie das Studium beginnt, will sie sich allerdings ein Jahr Zeit nehmen um die deutsche Sprache zu lernen. In dieser Zeit lernt sie in einer Disco ihren späteren Freund Ladja kennen. Ladja kommt aus Polen und lebt überwiegend auf der Straße, wo er sich als Stricher sein Geld verdient hat.
Die Beiden verlieben sich und Ladja zieht schon nach kurzer Zeit bei Sonia ein. Da beide keinen Job haben und das tägliche Leben (inklusive Alkohol und dem allabendlichen Joint) finanziert werden muss, entschließt sich Sonia für einen Erotik-Chat zu arbeiten. Sie verdient gutes Geld und hält sich und ihren Freund damit über Wasser.
Ladja kann offiziell keiner Arbeit nachgehen, da er keine Arbeitserlaubnis hat. Um dies zu ändern, heiraten die beiden kurzerhand. Doch trotzdem geht Ladja seinem Lotterleben nach und überlässt es Sonia für den Unterhalt zu sorgen.
So kommt es, dass ihre Karriere im Rotlichtmilieu stetig voran schreitet und auf den Erotik-Chat ein Massage-Salon folgt. Irgendwann fängt Sonia an auch in Bordellen zu arbeiten und sogar ins Ausland zu fahren um dort in Bordellen auszuhelfen.
Daten zu dem Buch
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Fucking Berlin
Studentin und Teilzeit-Hure
288 Seiten, Euro 8,95 [D]
Erschienen: August 2008
Kartoniert
Euro 8,95 [D], Euro 9,20 [A], sFr 16,90
ISBN-10: 3548372643
ISBN-13: 9783548372648
Meine Meinung
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Wie ich weiter oben ja schon geschrieben habe, fand ich den Klappentext recht interessant und auch die Inhaltswiedergabe auf der Buchinnenseite. Ich gebe auch zu, dass ich im ersten Moment so etwas wie Mitleid mit der Autorin hatte, auch wenn sie sich ja selbst für dieses Leben entschieden hat.
Allerdings nach einigen Seiten änderte sich das mit dem Mitleid. Oder um es anders zu sagen: Mittlerweile glaube ich, dass hier jemand den schnellen Euro gewittert hat. Ein paar Recherchen und schnell wird ein Buch daraus.
Warum ich das glaube?
1. Das Buch ist derartig emotionslos, dass es mir schwer fällt daran zu glauben, dass die Autorin dies wirklich alles erlebt hat.
2. Habe ich Schwierigkeiten damit, dass eine Frau, die am Tag so 10- bis 15-mal, sagen wir mal gebügelt wird, und zu Hause einen Mann hat der ja auch mal bügeln will, sich dann auch noch einen Liebhaber zulegt!
3. Es wird wirklich jedes Klischee bedient: Sei es bei den Kunden, die die ekelhaftesten Wünsche haben, sei es die Sucht nach Alkohol und Drogen, sei es die obligatorische Abtreibung. Alles Dinge wo ich mich mehr als einmal gefragt habe: Wie kommt es, dass sie gegenüber ihren Kunden derartige Kaltschnäuzig ist, aber im Privatleben derartig abgestumpft?
4. Bei meinen Recherchen bin ich dann auf ein Interview mit Sonia Rossi gestoßen und das hat mich komplett davon überzeugt, dass dieses Buch nicht anderes ist als ein Fake!
http://www.bequeen.de/lifestyle/ buecher/fucking-berlin-studentin-und-teilzeit-hure - %E2%80%93 -neues-buch-von-sonia-rossi-80738
(Bitte die Leerzeichen entfernen)
Der einzige Pluspunkt, den ich diesem Buch geben kann ist, dass es sehr anspruchslos geschrieben ist und man es so bei Bus- und Bahnfahrten recht schnell verköstigen kann.
Das einzige, was mir wirklich gut gefallen hat an dem Buch, ist das Zitat aus meiner Überschrift.