Rezension verfasst vor 2 Monaten
(8)
In Rebecca Bloomwoods dritten Abenteuer, dreht sich nicht mehr alles nur um Schulden, Shoppen und Co. Die Geschichte ist vorangeschritten, gewachsen und hat für mich leider auch an Unterhaltung abgenommen.
In New York hat Rebecca ihren Traumhob gefunden: Einkaufsberaterin. Aber nicht nur das. Luka Brandon hält um ihre Hand an, einer prunkvollen großen Hochzeit im Plaza - dank ihrer Schwiegermutter - steht nichts mehr im Wege, außer vielleicht die Pläne ihrer eigenen Mutter, die in England alles für eine große Sause im eigenen Garten vorbereitet. Rebecca will keine der beiden enttäuschen, eine Lösung muss also her!
Man merkt Rebecca Bloomwood nicht an, dass sie gereift ist, dass ein Jahr vergangen ist und sie bald heiraten wird. Sie... wirkt noch immer auf diese gewisse Art und Weise sehr kindlich und naiv. Glaubt, wenn sie es unter den Tisch schiebt, oder sich nicht darum kümmert, wird sich schon irgendjemand finden, der das Ganze erledigt und wenn nicht? Auch egal, dann kommt eben eine Ausrede her. Tatsächlich geht mit Becky hier ein wenig auf den Keks. Soviel Durchsichtigkeit kann man doch garnicht besitzen, dass man der eigenen Mutter nicht sagen kann, dass man nicht in England heiraten möchte, oder eben der Schwiegermutter mal genauer die Meinung zu geigen. Rebecca verhält sich, als wäre sie gerade aus der Windel herausgewachsen, was vor allem bei ihren vielen Ausreden - die am Anfang der Reihe noch wirklich lustig waren - irgendwann einfach nur noch nervig sind. Sie belügt ihre Familie und ihre Freunde und das ohne mit der Wimper zu zucken, und am Ende haben sie sich alle wieder lieb. Unverständlich für mich, ich bezweifle nämlich, dass Luke nicht einfach $100.000 hingeblättert hätte, wenn Becky dafür die Hochzeit bekommt, die sie sich wünscht, aber sie sagt ja nichts...
Ich mochte die Reihe am Anfang ganz gern, man vershoppt sich, gibt ne Menge Geld aus, gerät unter Umständen in Schwierigkeiten, aber im dritten Band wurde ich nicht überzeugt, das einzige, was mir wirklich gefallen hat, waren die vielen Hochzeitstische die sie angelegt hat, da kam die alte Becky Bloomwood wieder durch.
Angenehm lesen lässt sich Hochzeit zu verschenken ohne Zweifel, es ist eben ein typischer Frauenroman, der mit dem dritten band allerdings etwas abgenommen hat.
0 Kommentare