Rezension verfasst vor 2 Jahren
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"Antigone", 442 v. C. uraufgeführt, ist die tragische Geschichte um die Hauptheldin, die Tochter des Ödipus.
Nach dem Tod des König Ödipus kommt es zum Streit zwischen seinen Söhnen Eteokles, der widerrechtlich den Thron von Theben usurpiert, und Polyneikes. Im Kampf sterben beide. Kreon, der nun Herrscher in Theben wird, bestattet Eteokles entsprechend den Riten und verbietet, unter Androhung der Todesstrafe, die Bestattung von Polyneikes, den er als Verräter ansieht. Antigone übergeht dieses Verbot und erweist ihren Bruder die letzte Ehre. Kreon, der sich und seine Gesetze über denen der Götter und der Religion stehend sieht, verurteilt daraufhin Antigone zum Hungertod. Selbst sein Sohn, Hämon, der auch gleichzeitig der Verlobte Antigones ist, kann seinen Vater nicht überzeugen, die Verurteilte zu begnadigen. Hämon bricht mit seinem Vater und will seiner Verlobten zur Hilfe eilen. Erst Teiresias, der blinde Seher, bringt Kreon dazu, sein Tun zu überdenken, indem er dem Herrscher offenbart, dass ihm der Verlust geliebter Menschen droht, sollte er sich nicht besinnen. Aber Kreons Einsicht kommt zu spät. Die Katastrophe ist nicht mehr abwendbar.
Sophokles (496 bis 406/405 v. C.) stellt in dieser Tragödie höhere ethische Werte der tagespolitischen Gesetzgebung gegenüber und wirft die Frage auf was mehr zählt. Und er bezieht klar Stellung.
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