Leser-Rezension zu „Alles was du siehst” von Stefan Beuse
am 4.06.2009
Schnell war das relative dünne Buch gelesen (etwas über 200 Seiten) - lange hab ich gebraucht um mich um eine Rezension zu bemühen.
Für mich fängt das Buch interessant und mystisch an, ein Apnoe-Taucher steigt ab ins Wasser, durchlebt die Sprungschichten und das Gefühl der Tiefe... und schon geht es los mit mehreren Handlungssträngen die so gar nichts gemeinsam haben, Eine Frau die mit einem Baum redet, ein Mann der im Taucheranzug auf selbigen gerne sitzt und dann noch die Hauptfigur (?) der Ghostwriter der sich selber verliert in seinem Auftrag von einem Buch gefunden wird aber sich selber nicht mehr findet...
Das Buch fängt gut an. Ich mag durchaus das leicht mystische und es darf auch verworren sein, so wie es z.B. ein Haruki Murakami in seinen schönen Büchern vormacht. Nur hat Murakami einen Vorteil, am Ende löst es sich auf, wenn auch nicht immer klar, aber die Stränge kommen zusammen. Man versteht - wenn auch meist auf der letzten Seite.
Das passiert bei diesem Buch leider nicht. Es ist, jedenfalls für mich, mit einem mal einfach vorbei. Und ich selber stehe da und weiß nicht recht wohin und woher. Am Ende muss ich direkt an den Anfang des Buches denken. An besagten Apnoe-Taucher, denn Apnoe kommt vom griechischen und heißt soviel wie "ohne Atem". Und gerade am Ende hab ich das Gefühl als wäre dem Autor der Atem einfach ausgegangen. Leider.

