Leser-Rezension zu „Warum Lesen glücklich macht” von Stefan Bollmann
am 19.05.2010
„Warum Lesen glücklich macht“ von Stefan Bollmann, erschienen im Elisabeth Sandmann Verlag, ein Buch über das Lesen, über das Jagen und Sammeln und den Leser selbst.
Angereichert mit vielen Bildern aus verschiedenen Epochen von Lesenden, erzählt Bollmann in vier Kapiteln, was manchen Leser treibt und warum die Literatur, unabhängig von ihrer Qualität eine solche Bereicherung für das Leben ist und den Leser unterschwellig oder ganz bewusst prägt und bewegt. Dabei erzählt er anekdotisch aus dem Leben von Schriftstellern und Lesern, zitiert aus Büchern und malt ein Bild von dem was den Leser treibt, wenn er gedankenversunken und in sich gekehrt über der Lektüre brütet,
Bollmann bezieht sich dabei insbesondere auf „Walden“ von Henry David Thoreau, den Mann der in den Wald ging um lesend das Mark des Lebens in sich aufzusaugen, aber auf Kafka, Virginia Woolf und andere Schriftsteller werden, vor allem in ihrer eigenen Rolle als Leser, beleuchtet. Außerdem bezieht er sich auf andere Bücher, die bereits den Leser und die Geschichte des Lesens beleuchteten.
Das kleine Büchlein erscheint mir als ein echtes, kleines Schmankerl für den Leser. Auch wenn Bollmann auf den kapp 150 Seiten kaum in die gleichen Tiefen dringen kann wie Alberto Manguel mit „Eine Geschichte des Lesens“, so gelang es ihm doch mich als Leser dieses Buches zu amüsieren und Gedanken über das Lesen selbst anzustellen und ich denke dieses Buch ist ein guter, kurzweiliger Einstieg in der Kategorie Bücher über Bücher. Wer hiermit Blut geleckt hat, der kann sich dann auch ungestört mit Manguels Wälzer befassen... denn Bollmanns kleines Werk pinselt jedem Leser den Bauch, denn größten Teils schmeichelt der Text jedem Lesenden und die Bilder dem Auge, aber es geht nicht tief genug in die Thematik um wirklich lehrreich zu sein. Eher ist es ein kleines Geschenk-Büchlein für die Leseratte.
„Warum Lesen glücklich macht“ ist eine Tafel Schokolade für jeden passionierten Leser, nur macht sie nicht dick, sondern umschmeichelt das Gemüt und verwöhnt das Auge.

