Rezension verfasst vor 2 Jahren
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Über das Buch:
Max Krenke schlittert mit 42 Jahren in die Midlife Crisis. Sein Leben - festgefahren - die Ehe langweilig, die Partnerin zur berufstätigen Supermutti mutiert, die auf Kosten von Erotik und Humor, Familie nebst Job managt. Nicht nur in der Familie auch in seinem Job als Journalist bei einem Lokalsender herrscht maximal Stillstand - keine Weiterentwicklung... ist es das, was man(n) vom Leben erwartet?
Hormonell überlastet kreist Max Gedankenwelt nur noch um Sex, was ihn in diverse Schwierigkeiten bringt... Nancy hilft ihm (hüftkreisend), sein Leben und seine festgefahrene Situation zu überdenken und wieder in die Hand zu nehmen und bringt die notwendige Dynamik in Max Leben - gegen den Stillstand, auf zur Selbstfindung.
Meine Meinung:
Ein Buch für alle Freunde des etwas derberen Humors (wer, sofern er Erektion liest, rot wird und angewidert ist, sollte es lieber gar nicht erst mit dem Buch versuchen), wer auf 100%ige political correctness, auf Tiefgang und "anspruchsvolle" Satire steht, ist mit diesem Buch sicherlich nicht allzu gut beraten. Meinen Geschmack hat Stefan Schwarz auf jeden Fall getroffen.
Die Protagonisten des Buches sind alle ein wenig überzeichnet und bewusst klischeehaft dargestellt. Trotz allem ist der Schreibstil nicht zu einfach und banal, es gibt einige nette Wortspiele und einfallsreiche Wort(neu)bildungen.
Max Weg zu sich selbst ist sehr humorvoll, und meiner Meinung nach, auf eine zwar etwas zynische Art, gelungen geschildert. Ein gutes Buch zum Schmunzeln, in dem man sich durchaus auch wieder erkennen kann, denn ohne "Beziehungsarbeit" läuft das "Leben in trauter Zweisamkeit", oft genau in diese festgefahrene Richtung und das wirkliche Leben hält auch nicht immer eine Nancy und ein Happy End bereit.
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