x Autor: Stefan Schwarz
x (Original-) Titel: Ich kann nicht, wenn die Katze zuschaut: Neue schreckliche Einzelheiten aus dem Leben eines Mannes von mittlerer Statur
x Genre: Humor/Satire
x Erscheinungsdatum: 01. November 2008
x 144 Seiten
x Seitenstraßen Verlag
x ISBN: 9783937088068
x Erste Sätze: Mein Name ist Stefan Schwarz. Als Kind bin ich nach dem Baden gern in der leeren Badewanne hin und her gerutscht. Heute passiert da nicht mehr viel. Dafür ist mein Wasserverbrauch jetzt geringer. Vor kurzem bin ich zu meiner Frau unter die Bettdecke gekrochen und habe ihr ins Ohr geflüstert, dass sie für sich genommen noch sehr gut aussieht. Dann musste ich wieder zurückkriechen.
Klappentext (und worum es geht):
Jede Beziehung hat das Zeug zur Satire
Schlafzimmer und Mann sind vorgeheizt, nur die Liebste lässt auf sich warten. Hatte er ihr nicht eine SMS mit „Erwarte dich auf dem Maträtzchen, mein Schätzchen“ geschickt? Hoppla, die Nachricht ging versehentlich an eine Kollegin. Von wegen langweiliges Familienleben.
Bei Stefan Schwarz haben alle was zu lachen. Er muss sich wegen memmenhafter Schreckhaftigkeit rechtfertigen, die Frau will im Bett noch nicht abgedimmt werden, der Sohn lügt zu schlecht, der Tochter gelingt in der Küche die Erstbesteigung der Abzugshaube, die verdammte Ossi-Katze hat immer was zu jammern und der irrlichternde Alt-Vater gerät mit rutschender Hose beinahe in der Pressekonferenz mit Angela Merkel.
Die Kurzgeschichten aus dem Alltagskosmos des Autors sind nicht nur urkomisch, sondern auch stilistisch die reinste Freude.
Stefan Schwarz schreibt für die Monatszeitschrift DAS MAGAZIN. Das Satireblatt „Titanic“ nannte ihn den einzigen „im komischen Sinne ernstzunehmenden Kolumnisten“ im Osten Deutschlands oder einfach „hochbegabt“.
Rezension:
„Ich kann nicht, wenn die Katze zuschaut“ hat mir wahnsinnig gut gefallen. Es handelt sich dabei um eine Sammlung aus rund 40 Kapiteln, die jeweils um die drei Seiten lang sind. Ideal um sich vor dem zu Bett gehen, in der Badewanne, in der Mittagspause oder wann sich sonst eine Lücke im Alltag auftut bestens zu amüsieren.
Wie der Klappentext schon beschreibt stammen die witzigen Anekdoten direkt aus dem Leben des Autors, Stefan Schwarz und gerade das ist das tolle daran. Es geht um Situationen aus dem Leben, wie sie sicher jeder schon einmal ähnlich erlebt hat – so kann man sich gut hineinversetzen und herzlich drüber lachen.
Ich finde den schwarzen, selbstironischen Humor des Autors einfach nur göttlich. Bis auf drei oder vier schwächere Ausnahmen ist jede kleine Geschichte ein Erlebnis für sich und ich konnte oft vor Lachen kaum an mich halten. Besonders witzig fand ich die Lösung, nicht die Namen seiner Familie und Bekannten zu nennen. So lernt man zum Beispiel seine beiden Kinder als Trollprinzessin und den Kronprinz, der meist „der Schlacks“ genannt wird, kennen.
Schade nur, dass das Buch mit seinen 144 Seiten sehr schnell durchgelesen ist.
Fazit:
Humorvolle Unterhaltung für Zwischendurch. Besonders für Freunde des schwarzen Humors zu empfehlen.