Leserunde zu "Ich bin der Herr deiner Angst" von Stephan M. Rother

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Sarah_O

Vor 1 Jahr

Leserunde Teil 4 (Kapitel 8-10) Seite 324-451
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Ich mache hier mal den Anfang, weil ich am liebsten gleich weiterlesen möchte, aber meine Eindrücke noch loswerden will, bevor ich das Ende kenne.

Auch im 4. Abschnitt ist die Spannung, die für mich im 3. etwas verloren ging, nicht zurückgekehrt. Ich finde es zwar sprachlich immer noch gut und ich kann es auch kaum erwarten, das Ende zu lesen, aber der letzte Funke fehlt einfach.

Der Fokus ist jetzt vollständig auf den Traumfängerfall gerutscht. Die aktuellen Morde gehen zwar weiter, werden aber nur noch in ihre angeblichen Ähnlichkeit zu den Morden von vor über 20 Jahren hin betrachtet. Dabei setze ich vor "Ähnlichkeit" wirklich ein "angeblich", weil die Zusammenhänge durch die Verbindung der Opfer zum Fall zwar gegeben sind, aber durch die Morde selbst für mich nicht. Immerhin soll der Traumfänger seine Opfer nie wirklich angefasst haben, alles rein psychologisch, die aktuellen Fälle sind aber alle sehr physisch.
Die Verbindung wird hergestellt, indem die Ermittler jeden Mord nur noch unter dem Motto kollektive Angst sehen: Angst vor Demütigung (Puff), Angst vor Ersticken (Möllhaus), usw. Kommt mir ein wenig schwach vor. Dagegen fand ich die ursprünglichen Ansätze (Ort und Tat spielen zusammen, der Täter hat sich dem Opfer lange Zeit genähert...) viel interessanter und ich warte irgendwie immer noch darauf, dass man sich mit Kerstins Tod näher befasst. Radioaktivität ist doch so etwas außergewöhliches, da muss man doch was finden können, Kenntnisse und Materialbeschaffungsmöglichkeiten überdenken - aber nichts.

Und das ist es dann auch schon fast in dem Abschnitt: Albrecht sitzt beim Traumfänger rum und sie psychologieren gemeinsam rum. Dass nebenbei ein neuer Mord geschieht, Friedrichs wieder mit Merz verkehrt (im doppeldeutigen Sinne ;-)), Wolfram eingebunden wird und zum Schluss noch die Sekretärin verschwindet...das scheint irgendwie alles fast nebensächlich und dient nur dazu, dass Albrecht wieder was zum Besprechen mit dem Traumfänger hat.

Dabei finde ich das aktuelle alles viel spannender. Wie plant der Täter es, dass die Toten zeitlich so perfekt gefunden werden? Die Polizeipräsidentin ist mir da jetzt zum zweiten Mal suspekt geworden...führt die Ermittler "zufällig" zu der einsamen Hütte. Also ich habe eine Verdächtige...leider liege ich öfter mal falsch *g*, aber wenn die Catwoman ist, würde mich das nicht mehr wundern...

So, jetzt lese ich noch ein paar Seiten...

VeroNefas

Vor 1 Jahr

Leserunde Teil 4 (Kapitel 8-10) Seite 324-451
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@Sarah_O

Da sieht man mal wieder wie unterschiedlich 2 Menschen ein und das selbe Buch lesen.

Ich fand gerade die Gespräche mit Freiligrath viel wichtiger und spannender als den ganzen Rest - einfach weil "Ermittlungen, tatsächliche Hintergründe, Timing usw. usf. schon in 2400545 anderen Bücher bis zum geht nicht mehr behandelt wurden. Und weil ich Psychologie in jeder Form einfach interessant finde.

Gerade weil der Traumfänger ja mit ziemlicher Sicherheit weiß, wer der Mörder ist, finde ich es sinnvoll und logisch ihn zu befragen. Albrecht muss ja nicht immer an erster Front ermitteln - er hat ja schließlich ein Team, die das auch ganz passabel ohne ihn hinbekommen. Ich finde es eher sehr verständlich, dass man versucht auch einen anderen Lösungsansatz, als Lehrbuchermittlungen, anwenden will. In diesem Fall eben versuchen über den Traumfänger an den aktuellen Täter heranzukommen.

Die Materialbeschaffungsmöglichkeiten im Bezug auf die Radioaktivtät wurden ja auch irgendwo überdacht ...ich weiß nur nicht mehr wo ;) Schon zu lange her, dass ich das gelesen hab und zu viele Bücher dazwischen *g*

Rainbow

Vor 1 Jahr

Leserunde Teil 4 (Kapitel 8-10) Seite 324-451
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Irgendwie weiß ich immer noch nicht so recht, was ich von dem Buch halten soll... ja, es ist spannend und gut geschrieben, aber irgendwie... vielleicht regt mich Freiligrath auch einfach nur so wahnsinnig auf.
Den Tod von Neverding fand ich echt heftig - Krabbeltiere und Maden... meinetwegen, aber die Vorstellung, dass die einen von innen auffressen... bäh *schüttel*
Bin mal gespannt, was die Konfrontation mit Wolfram ergibt...

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Humpi

Vor 1 Jahr

Leserunde Teil 4 (Kapitel 8-10) Seite 324-451
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Bro schreibt:
Und die Szene mit Wolfram fand ich auch sehr spannend, wird er mit den Ermittlern reden? Was weiß er wirklich? Er macht komische Andeutungen und begibt sich dann sogar mit auf den Weg zum Traumfänger, damit hätte ich wirklich nicht gerechnet, zumindest nicht ohne Gegenwehr.

Ich hätte ebenfalls nicht gedacht, dass Wolfram sich so schnell und ohne viel Überreden mit auf den Weg zum Traumfänger macht..
Allerdings wird mir diese Maja Werden immer komischer.. Albrecht vertraut ihr ja ungemein viele interne Infos an und am Ende sind ja meistens die die Täter, die mittendrin sind und deshalb überhaupt nicht verdächtigt werden. Ich bin gespannt, wie es weitergeht und vor allem, was das Treffen von Wolfram, Albrecht und Freiligrath ergibt!

Sarah_O

Vor 1 Jahr

Leserunde Teil 4 (Kapitel 8-10) Seite 324-451
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@Bro

Dass Wolfram sich so einfach auf den Weg macht, fand ich ehrlich gesagt ziemlich befremdlich. Schwer traumatisierter Mann, der seit Ewigkeiten zurückgezogen in seinem Wohnwagen haust, macht sich ohne viel wenn und aber auf den Weg zum Verursacher seines Traumas, zum Mörder seiner Tochter. Wenn das alles so einfach geht, müssten glaube ich die Psychotherapeuten dieser Welt um ihre Jobs bangen ;-)

VeroNefas

Vor 1 Jahr

Leserunde Teil 4 (Kapitel 8-10) Seite 324-451
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@Sarah_O

Naja so ganz ohne Gegenwehr geht er ja nicht mit! Er macht das nur - und einzig und allein deswegen - weil Irmtraud entführt wurde!. Sie ist schließlich der einzige Fixpunkt in seinem Leben und er könnte es wohl nicht verantworten wenn ihr etwas geschieht. Er hat ja schon bei seiner Tochter versagt, die er nich tretten konnte, bei seiner Frau, dann auch noch Irmtraud?

Ne ne, genau deswegen wurde sie doch entführt. Freiligrath wusste das doch auch, dass die sie die einzige Schwachstelle des Mannes ist, das Einzige wofür er noch etwas empfindet.

MelE

Vor 1 Jahr

Leserunde Teil 4 (Kapitel 8-10) Seite 324-451
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Eben so habe ich das auch verstanden, denn normalerweise hatte sich Wolfram ja sonst vor allem zurückgezogen und ein Einsiedlerleben geführt!

Sarah_O

Vor 1 Jahr

Leserunde Teil 4 (Kapitel 8-10) Seite 324-451
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@VeroNefas

Jaja, den Gedankengang habe ich auch durchaus so verstanden. Nur sinnig fand ich es leider dennoch nicht, dass ein dermaßen zurückgezogener Mensch - auch wenn es einen guten Grund dafür gibt - einfach so ...und es war echt "einfach" ... losgeht und sowas mitmacht. Das passt meiner Meinung nach nicht zur Lebenssituation und -einstellung dieses Mannes. Wirklich durchdacht fand ich das nicht - aber Freiligrath und seine traumwandlerische Sicherheit die Schwachstellen und Reaktionen von Menschen zu erahnen fand ich ja auch sehr möchtegernpsychologisch. Da reiht sich die Entwicklung von Wolfram wohl einfach nur in den ganzen Traumfängerfall mit diesem "Morden-durch-Angst"-Zeug ein.

VeroNefas

Vor 1 Jahr

Leserunde Teil 4 (Kapitel 8-10) Seite 324-451
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Es ist ja nunmal auch einfach ein Roman und kein Sachbuch ;-) Und wenn ich jedes Buch, dass ich lese derart hinterfrage, dann hält wohl kaum ein einziger Roman dem "Realitätstest! stand. Für mich muss es sich nur irgendwie erschließen - und das hat es. Und zwar jeder einzelne Punkt. Man musste das Buch einfach nur aufmerksam lesen, dann blieben keine Fragen offen.

Und Wolfram hat sich zurück gezogen um sich selbst zu bestrafen! Teil seiner Strafe war es aber nicht, dass es dadurch WIEDER andere Menschen in Gefahr bringt.

Da gibt es ganz andere Bücher die jeglicher Logik entbehren und bei denen irgendwelche Schlüsse völlig an den Haaren herbei gezogen werden, plötzlich Menschen aus dem Hut gezaubert werden die vorher gar nicht existiert haben etc. pp. DAS stört mich dann auch. Aber solang die Logik innerhalb der Geschichte stimmt muss die Handlung selbst nicht 1:1 in die Realität übertragbar sein

parden

Vor 1 Jahr

Leserunde Teil 4 (Kapitel 8-10) Seite 324-451
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Auch dieser Teil ist gelesen, und immer noch finde ich das Buch spannend, die Charaktere aber zu oberflächlich. Besonders beeindruckend fand ich auch die Szenen im Gespräch Albrecht und Freiligrath nicht. Da hätte ich mir mehr Hochkarätiges gewünscht.
Mich nervt dieses ganze "Herren"-Getue immer mehr. Albrecht als der "Herr und Meister" der Polizei, Freiligrath als "Meister der Angst", der jetztige Täter als "Herr deiner Angst" - *ufz*. Und diese ewigen Bilder von Wasser. Für mich leider nicht gelungen, sondern eher sehr bemüht wirkend.

Das Sexvideo mit Hannah ist natürlich ein Hammer. Wie es wohl mit Hannah und ihrem Mann bzw. Liebhaber weiter geht? Aber nun muss doch erst versucht werden, die Sekretärin Irmtraud zu retten. Dafür scheint Wolfram wohl auch noch den Rest seines Lebens bzw. seiner geistigen Gesundheit opfern zu wollen.
Albrecht finde ich viel zu vertrauensselig Maja gegenüber. Die ist mir immer noch nicht geheuer, aber immer in der Nähe. Alleine wird sie allerdings nicht agiert haben können, sollte sie die Täterin sein.

Nun aber auf zum letzten Abschnitt!

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