Francis Pinkham, der Hauptdarsteller dieses Buches, ist das zehnte Kind und endlich der langersehnte Junge, denn die 9 älteren Geschwister sind Mädels, die es aber mit jeden Jungen locker aufnehmen können, da sie als solche erzogen wurden. Francis darf sein Lager im Vorratsraum aufschlagen, indem u. a. auch Kartoffeln lagern. Zu seinem Spitznamen “Knolle” kommt er übrigens nicht wg. seinem Aussehen, sondern weil im eines Tages die Kartoffeln in der Kammer erschlagen. Seine “unschuldigen” Schwestern sei der Name “Knolle” verdankt. Auf der Schule bekommt es Francis mit dem genauen Gegenteil von sich zu tun, Robert J. Cutler, ein Junge, der so sein Benehmen, aus bestem Hause stammt, was natürlich nicht der Fall ist. Das Leben und die Zeit schwindet dahin, ebenso der Witz des Buches. Robert und Knolle werden keine Freunde, aber Feinde… auch nicht. Während Robert ein Stipendium ausschlägt, er kann doch seine Mutter nicht alleine lassen, wird Francis mit 18 schon Vater und muß somit eine Familie ernähren, Schulausbildung abegbrochen. Wieder geht Zeit ins Land und noch mehr Witz geht verloren. Urkomischweise ist Francis Erstgeborener richtig besserwisserisch unterwegs… bäh! Es kommt wie es kommen muß und zum Schluß haben sich alle lieb.
Den ersten Teil hab ich gerne gelesen, da sprühte das Ganze vor Esprit, mit den beideren anderen Teilen ging es stets bergab. Der Schluß war wie ein Urknall auf einmal da und lies Fragen offen, doch ehrlich gesagt möchte ich die gar nicht beantwortet haben. Die Handlung als solches könnte interessant sein, wenn man den Witz/Humor aus Francis Kindheit weiter gesponnen hätte, doch der versiegte schlußendlich.
Die Charaktere sind anfangs liebevoll gezeichnet, Francis schließt man sofort ins Herz, hat er es ja mit neun Kerlen getarnt in Schwesternkörpern nicht einfach. Doch je älter Francis und die anderen werden, desto hölzern wird das Ganze. Es wirkt nicht gerade lieblos, eher ideenlos. Das fand ich schon schade Potential wäre auf jeden Fall vorhanden, doch nicht genutzt. Das einzige was aufrecht erhalten wird, ist die Blödheit und Sturheit der Bewohner dieses Kaffs. Das wars! Da kann ich für mich nicht dem stern zustimmen, der auf der Rückseite zitiert wird: “Schön komisch, hinreichend rührend, immer präzise: ein sonniger Schmöker”. In keinster Weise.
Das einzige was ich dem Buch noch abgewinnen kann, ist die Tatsache, dass es gesellschaftskritisch ist. Robert schleimt sich in die Herzen der Bewohner ein, vernachlässigt aber seine Ehe und seine Tochter, er stirbt als sie drei Jahre alt ist. Sie erinnert sich nur an eine einzige Begebenheit. Im Grunde genommen hat Robert nur für seine große Liebe der Bibliothek gelebt. Während Francis für seine Familie alles tut, doch immer Steine in den Weg gelegt bekommt, da seine Schwestern ziemlich viel Unsinn anstellen. Vorurteile sind vorbestimmt. Es wird schwer bis unmöglich diese zu widerlegen. Aber selbst diese angedeutete Frage, wie lassen wir uns von Vorurteilen beeinflussen, geht komplett unter. Nun ja.
Fazit: Hätte ein Knüller werden können, wenn man das Potential genutzt hätte.