- COVER UND LAYOUT -
Ich möchte noch einmal kurz erwähnen, dass ich mich für den „Dunklen Turm Zyklus“ bewusst für die Weltbild Sammler-Edition entschieden habe und daher auch sämtliche, weitere Inhalte darauf beziehen werden, allen voran eben das Cover und Layout.
Wieder einmal muss ich sagen, dass mich das Cover mehr als begeistert. Der Illustrator hat den Turm wieder sensationell in Szene gesetzt, auch die drei Türen, die in diesem Band eine entscheidende Rolle spielen sind darauf vertreten. Ich liebe es!
Wieder einmal verrät der Rückentext kaum etwas. Uns wird lediglich mitgeteilt, dass sich drei Türen in unsere Welt für den Revolvermann öffnen werden. Dann war’s das auch schon und erneut darf ich sagen, dass es keine Rolle spielt. Den bei diesem Zyklus ist der Weg das Ziel und man muss ihn durch den Unhalt beschreiten. Mehr auch nicht.
Das Layout passt sich nahtlos dem ersten Band an und daher will ich nicht mehr viele Worte darüber verlieren.
Wertung: 5 von 5 Sternen
- HANDLUNG -
Anders wie in „Schwarz“ bekommt man die Geschichte rund um den dunklen Turm nun auch einmal aus der Sicht von anderen Personen serviert, worüber ich nicht zuviel verraten will. Außerdem habe ich den ersten Band mehr wie eine Sammlung von Kurzgeschichten empfunden, was beim zweiten Werk nicht mehr der Fall ist. Diesmal haben wir eine sehr packende Geschichte, die auch einen recht passenden Abschluss bekommt, obwohl es natürlich kein richtiges Ende ist.
Alles beginnt da, wo es bei „Schwarz“ geendet hat. Roland durchstreift den Strand und nachdem er recht schnell schwer verletzt wird, bleibt ihm nur die Flucht durch die erste Tür, die sich inmitten des weitläufigen Strandes aufgetan hat. Sie bringt Roland in unsere Welt und Zeit, wo ein neuer Abschnitt seiner Reise zum dunklen Turm eingeläutet wird.
Mehr möchte ich euch nicht mehr erzählen, weil es einfach zu viel verraten und die Spannung nehmen würde. Nur so viel… ihr werdet keine einzige Seite bereuen, glaubt mir das!
Wertung: 5 von 5 Sternen
- Charaktere -
In „Schwarz“ dominierte eindeutig unser letzter Revolvermann das Werk und lediglich Jake schaffte es, ein wenig Platz zu bekommen. In „Drei“ sieht es da gleich einmal ganz, ganz anders aus.
Wie der Titel schon sagt wird er auf drei Personen unserer Welt und Zeit treffen, welche Roland auf seiner Reise begleiten werden. Dies zufolge wird der zweite Band eindeutig von diesen drei Personen und ein wenig Roland eingenommen, was dem gesamten Zyklus eine ganz entscheidende und positive Wende gibt.
Stephen King geht auf jede einzelne der drei Personen stark ein und egal ob man es will oder nicht, jede einzelne davon wächst einem irgendwann ans Herz und wird ein Teil seiner eigenen Seele. Nachdem ich die letzte Seite von „Drei“ gelesen habe und die Gruppe vollständig war, nahm mich das gesamte Werk und die Charakterentwicklung so mit, dass ich am Liebsten doch gleich mit „Tot“ weiter gelesen hätte, aber ein wenig abstand darf auch mal sein. Der Autor hat in diesem Band ein paar sehr authentische Charaktere geschaffen, die man so schnell nicht mehr los wird. Ich liebe sie jetzt schon.
Wertung: 5 von 5 Sternen
- SCHREIBSTIL -
Diesmal fiel mir das Lesen wesentlich leichter als im ersten Band. Das liegt vor allem daran, dass viele Passagen in unserer Zeit und in unserer Sprache spielen, aber auch an der Tatsache, dass auch der werte Herr King seinen Schreibstil weitaus verbessert hat. Alles lief sehr flüssig und detailreich ab, was ich aber nie als unpassend empfand. Zudem möchte ich noch erwähnen, dass Stephen King oftmals eine sehr eigene Art hat, Szene zu beschreiben, was ihn sehr einzigartig macht. Gefällt mir.
Leider haben sich auch in diesem Band einige Rechtschreibfehler eingeschlichen, weswegen ich einen Punkt abziehen muss. Schade eigentlich.
Wertung: 4 von 5 Sternen
- FAZIT -
Rolands Reise ging weiter und ich war sehr gerne dabei. In „Drei“ verändert sich noch einmal alles und nimmt ganz neue Dimensionen an, die ich nur als positiv empfunden habe. Die Charaktere wachsen einem ans Herz und man will sie einfach nur noch weiter begleiten, immer und immer wieder. „Tot“ wartet bereits darauf, gelesen zu werden.
Abschließende Wertung: 5 von 5 Sternen