- COVER UND LAYOUT -
Ich möchte noch einmal kurz erwähnen, dass ich mich für den „Dunklen Turm Zyklus“ bewusst für die Weltbild Sammler-Edition entschieden habe und daher auch sämtliche, weitere Inhalte darauf beziehen werden, allen voran eben das Cover und Layout.
Ich kann mich nur meinen beiden ersten Rezensionen anschließen und sagen, dass mir das Cover wieder sehr gut gefällt. Diesmal wurde der Turm in ein grünes Licht getaucht und wird von vielen unterschiedlichen Grabsteinen begleitet. Dazu findet man noch eine Eisenbahnschiene, die natürlich zum Turm führt. Sehr stimmig.
Rückentext wie immer dürftig aussagekräftig und passt meiner Meinung nach diesmal überhaupt nicht. Aber bei diesem Werk auch völlig unwichtig!
Das Layout ist wie seine Vorgänger.
Wertung: 5 von 5 Sternen
- HANDLUNG -
Am Ende von „Drei“ haben sich Roland, Eddie und Susannah dazu entschlossen, ihren Weg zum dunklen Turm fortzusetzen und in „Tot“ geht es zweigeteilt weiter. Das Buch wurde sehr passend in zwei „Bücher“ unterteilt.
Im ersten Buch „Jake“ geht es, man mag es kaum glauben, um den Jungen Jake, der, durch Rolands Handlung in „Drei“ in ein Paradoxon gezogen wurde und lebt seitdem ein gespaltenes Leben, genau wie Roland selbst. Wie sie dies wohl beenden können? Ich verrate es nicht.
Im zweiten Buch „Lud“ geht es um die gleichnamige Stadt, zu der die Gemeinschaft muss, um ihre Reise zum dunklen Turm fortsetzen zu können. Dabei treffen sie auf ein Vordorf mit alten Dorfbewohnern. Dort erfahren sie auch mehr über die Stadt Lud und die Leser ein wenig mehr über Rolands Welt, wenn auch nicht so viel, wie man gerne hätte, aber das ist ja nichts Neues mehr.
Wertung: 5 von 5 Sternen
- Charaktere -
Bei „Drei“ wollte ich auf die Personen nicht näher eingehen, um nicht zuviel zu verraten, deswegen werde ich das jetzt nachholen. Fangen wir an:
Roland hat sich seit „Schwarz“ ganz schön verändert. Er hat wesentlich mehr Tiefe bekommen. Er lacht mehr, macht sogar Witze und man merkt deutlich, wie gut ihm die Nähe zu seinen neuen Freunden tut. Er wirkt einfach wesentlich lebendiger.
Eddie ist ebenfalls ein toller Charakter. Ein Ex Junkie, der endlich anfängt, sein Leben in den Griff zu bekommen und trotz alldem seinen eigenen Charme und Witz nicht zu verlieren. Er wirkt sowieso wie der Klassenclown der Gruppe und sind die nicht immer die Besten?
Susannah ist auf jeden Fall der ungewöhnlichste Charakter der Gruppe. Erstens, sie ist dunkelheutig und zweitens auch noch beinlos, die ihr von einem Zug abgeschnitten wurden. Zudem war sie am Anfang auch noch schizophren. Vor allem ihre Detta-Seite sorgt immer mal wieder für mächtigen Spaß.
Alles in allem eine tolle, wenn auch sehr ungewöhnliche Gruppe, aber das muss beim Turm einfach so sein.
Wertung: 5 von 5 Sternen
- SCHREIBSTIL -
Darüber möchte ich gar nicht mehr viele Worte verlieren. Stephen King weiß, wie man eine Geschichte erzählt und seit „Drei“ kann man wirklich nicht mehr meckern. Top!
Wertung: 5 von 5 Sternen
- FAZIT -
So stark mich „Drei“ schon gefesselt und mitgenommen hat, vor allem auch das Ende, so doppelt stark war es bei „Tot“. Diesmal hat King noch einmal einiges raufgelegt. Zum Einen kommt endlich der lang ersehnte Jake zurück, denn ich bei „Drei“ schon vermisst habe und obwohl er in „Schwarz“ eher eine Nebenrolle spielte, hab ich ihn sofort geliebt und ihn wieder begleiten zu dürfen war einfach traumhaft. Und dann geht es weiter, man erfährt wieder etwas über Rolands Welt und man trifft sogar auf eine große Stadt und was da alles passiert, ist einfach nur unglaublich.
Ich habe noch nie einen Fantasy Roman gelesen, der mich immer wieder überrascht. In diesem Zyklus ist wirklich nichts vorhersehbar… wirklich überhaupt nichts und das ist einfach magisch. Leider habe ich mich während des Lesens dazu entschlossen, erst einmal zwei, drei Bücher zwischen „Tot“ und „Glas“ zu lesen. Nach dem „Ende“ bin ich mir nicht mehr sicher, ob es eine gute Idee gewesen ist. Der Turm lässt mich einfach nicht mehr los. Herr King, sie haben mich!
Abschließende Wertung: 5 von 5 Sternen