Leser-Rezension zu „Seelen” von Stephenie Meyer
am 18.08.2010
Auch Melanie Stryder hat es erwischt. Ihr wurde eine Seele eingepflanzt. Doch bei ihr ist etwas schief gelaufen, denn eigentlich sollte bei dem Vorgang die alte Melanie ausgelöscht werden und nur die neue Seele existieren – doch die alte Melanie lebt … zusammen mit der neuen Seele Wanderer und sie teilen sich einen Körper. Als Melanie daraufhin in die Wüste flüchtet um nach ihrem Bruder und ihrer alten Liebe Jared zu suchen, wird sie stattdessen von ihnen gefangen genommen. Keiner glaubt, dass Melanie noch in dem Körper lebt und vor allem Jared ist der Überzeugung das die Seele Wanderer sie nur um den Finger wickeln möchte. Doch langsam fangen die Leute an Wanda vertrauen gegenüber zu bringen. Darunter auch Melanie’s eigener Bruder Jamie, der gut mit der neuen Seele im Körper seiner Schwester auskommt und im Innern immer noch glaubt, dass Melanie lebt, und dann noch Ian, der jedoch ganz andere Gefühle für Wanderer hegt…
Das Buch ist wirklich wunderschön. Die Ideen sind alle so schön ausgedacht und umgesetzt, dass man sich alles sehr gut vorstellen kann und man merkt das Frau Meyer sich wirklich sehr viel Mühe gegeben haben muss bei der ‘Entdeckung’ ihrer eigenen Planeten. Ich bin mir nicht mehr sicher, aber ich meine mich erinnern zu können das auch von einem Planeten die Rede war, die ganz von Blumen bewohnt ist. Man merkt, dass sie sich auch richtig Gedanken um alle anderen Planeten gemacht hat, die Wanda schon besucht haben soll. Die Mühe hinter den Erfindungen der ganzen Planeten und auch der Namen, die sehr kreativ und anders sind, kann man förmlich Seite für Seite nachlesen und sie hat es geschafft alles realistisch und glaubwürdig rüberzubringen!
Aber es gibt einen sehr großen Minuspunkt bei mir – und das ist die Seitenzahl, denn die ist meiner Meinung nach sehr übertrieben! Ich weiß das ich nicht die einzige bin, aber ich habe mich anfangs regelrecht durch das Buch durchkämpfen müssen, weil es wirklich schrecklich langweilig war. Ab Seite 100 sind die nächsten (ich rate jetzt mal, weil ich es nicht mehr genau weiß… aber ich meine mich erinnern zu können, dass es sehr viel war!) 200(!) Seiten einfach nur schrecklich öde. Es wird einfach nur Kapitelweise die Umgebung beschrieben, die es zwar realistischer und lebhafter wirken lässt, jedoch nach einiger Zeit nur noch langweilig ist und man am liebsten schreiend aus der Höhle herausrennen möchte. Deswegen brauchte ich auch ziemlich lange um das Buch zu beenden, weil einfach die Spannung gefehlt hat und ich es einfach mal zur Seite gelegt habe.
Aber nach einer Zeit legt sich das und die Handlung nimmt endlich ihren Lauf. Dann fängt die Geschichte auch an an Spannung zu gewinnen und ab dem Zeitpunkt macht das Lesen richtig Spaß. Besonders weil Melanie einem, trotz der zweihundert Seiten, ans Herz gewachsen ist und auch die anderen Charaktere an Symphatie gewinnen. Den die Charaktere sind wundervoll. Besonders Melanie, Wanda und Ian haben es mir angetan! Und die Liebesgeschichte von drei Menschen in nur zwei Körpern – grandiose Idee.
Dennoch muss ich sagen das das Ende auch nicht so meinen Vorstellungen entspricht, weil es meiner Meinung nach etwas zu viel ist. Aber das ist Geschmackssache, denn das Ende von Breaking Dawn hat mir auch garnicht gefallen. Aber wer Twilight mochte und das Ende von Breaking Dawn und überhaupt, der wird bestimmt auch dieses Buch lieben :*

