Ich muss zugeben, dass ich tatsächlich überrascht war, wie gut mir "The Short Second Life of Bree Tanner" gefallen hat, da ihr Charakter ja nur einen ganz kleinen Teil in Stephenie Meyers Buch "Eclipse" einnimmt. Man nimmt also an, dass Bree und der Rest der neugeborenen Vampire nicht wirklich eine Geschichte zu erzählen haben, aber man täuscht sich gewaltig. Auf 178 Seiten erfährt man Neues über Jane und die Volturi und ich muss einfach sagen, oh Gott Jane ist wirklich böse. Ich habe es außerdem sehr genossen, einmal Carlsle, Jasper, Bella und Edward, den rothaarige Gedankenleser aus der Sicht eines Außenseiters beschrieben zu sehen.
Diese Geschichte hat mehr Gewalt enthalten, als ich es von Stephienie Meyer vermutet habe, besonders als die Neugeborenen Seattle ausrauben und ihre ausgesaugten Nahrungslieferer einfach entsorgen.
Man lernt auch einige neue Charaktere kennen wie Diego, in den sich Bree verliebt und vor allem aber Freaky Fred, von dem ich sehr gerne mal eines Tages mehr lesen würde. Man beginnt sich als Leser für Bree zu interessieren und obwohl ich von Beginn an wusste, dass sie am Ende sterben würde, wenn der Kampf, der in Eclipse beschrieben wurde, ansteht, habe ich doch bis zum Schluss gehofft, dass sie Überleben würde, da man anfängt sie im Laufe der Geschichte ins Herz zu schließen, was meiner Ansicht nach vermutlich auch die Absicht von Meyer war.
Bree Tanner kann sich so gut wie nicht an ein Leben erinnern, bevor der wahnsinnige Blutdurst überhand genommen hat. Sie versucht keine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen in den Kämpfen, die die anderen Neugeborenen unter sich ausfechten, in denen sie sich gegenseitig genauso oft umbringen wie ihre Beute auf der Jagd.
Nach drei Monaten findet Bree einen unerwarteten Freund in Diego, als sie gemeinsam entdecken, dass sie im Tageslicht draußen sein können, ohne sich in ein Häufchen Asche zu verwandeln. Sie fragen sich ziemlich schnell, worüber sie ihr Anführer Riley eventuell noch belogen haben könnte und fragen sich, was er wohl mit ihnen vorhat.
Diese Geschichte hatte ich innerhalb weniger Stunden gelesen, da ich mittlerweile Meyers Schreibstil gewöhnt bin und das Buch im Vergleich zu ihren anderen sehr dünn ist. Ich habe es genossen mehr über die Neugeborenen zu erfahren, da Bella ja eine sehr beherrschte neue Vampirin war. Dies erzählt viele Aspekte der Geschichte, die wir in Eclipse nicht lesen durften, deswegen war ich froh, dieses Buch lesen zu können.
Ich vergebe 5 von 5 Sternen, da es mir entgegen meiner Erwartungen nach Breaking Dawn wirklich sehr gut gefallen hat.