Leser-Rezension zu „Alle, alle lieben dich” von Stewart O'Nan
am 18.02.2009
Das für mich bislang am wenigsten überzeugende Buch von Stewart O'Nan. Bewusst setzt er auf ruhige Abläufe, wenig Entwicklung der Story und Portraits. Dass wenig Action vorhanden ist, ist nicht der Kritikpunkt. Vielmehr fehlt es dem Buch auf der anderen Seite an der feinen Detailliebe, weitgehend an der Sorgfalt, mit der ein ruhiges Buch sonst begeistern könnte. Die Portraits werden von verschiedenen Seiten beleuchtet, doch sie werden - bis das der Protagonistin Lindsay - kaum plastisch genug. Diese Tiefe wäre auch schon mit 150 Seiten Umfang erreicht worden.
Ich bin ein O'Nan-Fan, fand das Buch über längere Strecken immer wieder langweilig.

