Leser-Rezension zu „Letzte Nacht” von Stewart O'Nan

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tedesca tedesca
Verfasst von tedesca
am 23.01.2012
 

O'Nan erzählt kurz und bündig und ohne unnötige Verzierungen eine melancholische Geschichte, passend zu diesem Wintertag, an dem es nie wirklich hell wird.

Vor allem eines ist das Buch: amerikanisch. Ich seh dieses Restaurant richtig vor mir, diese Ketten, wo eines aussieht wie das nächste, wo so mit Gewalt auf Atmosphäre gemacht wird und trotzdem keine zustande kommt. Restaurants, die bei uns kein Mensch je für eine Feier aussuchen würde, in denen sich alte Damen nie zum Mittagessen treffen würden. Und diese Unterwürfigkeit des Personals, ohne die man in den USA seinen Dienstleistungsjob keinen Tag lang behält.

Viel erfahren wir nicht von Manny und seinen Mitarbeitern, ihr Schicksal hat mich kaum berührt, sie bleiben schemenhaft, sind nicht einmal besonders sympathisch. Und dann ist da noch die Liebesbeziehung zwischen Manny und Jacquie, deren Ende mit dem Schließen des Restaurants besiegelt ist.

Eine bezeichnende kleine Skizze, schön geschrieben, angenehm zu lesen.

 

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Letzte Nacht Letzte Nacht
Stewart O'Nan

(21)  

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Letzte Nacht
von Stewart O'Nan

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