Leser-Rezension zu „Vorsicht, frisch verliebt!” von Susan Elizabeth Phillips
am 18.10.2011
Isabel Favor ist eine ziemlich erfolgreiche Frau, sie hat einen Verlobten, einige Bücher veröffentlicht und auch ihre Geschäfte laufen gut. Bis alles in sich zusammenbricht und ihr am Ende nur noch die Flucht in die Toskana bleibt. Ein längerer Urlaub soll es werden, ein neues Buch dass ihre Karriere wieder ankurbelt, stattdessen findet sie einen aufdringlich penetranten Filmschauspieler, Ren, der Chaos in ihre geliebte Ordnung bringt.
Wenn man das Cover sieht, denkt man sich, man hat einen locker flockigen Frauenroman der sich schnell wegliest. Der Titel hat allerdings kaum etwas mit der eigentlichen Geschichte zu tun, tatsächlich ist erst ab Mitte des Buches irgendwann auch nur ansatzweise von einer Affäre und viel später von Liebe zu sprechen. Der Originaltitel Breathing Room und auch das englische Cover treffen die ganze Geschichte allerdings wie die Faust aufs Auge. Normalerweise kümmere ich mich nicht so sehr um Cover und den deutschen Titeln, aber hier musste das einfach sein, weil das deutsche Cover beinahe total gegensätzlich zur Geschichte ist. Eine Frau die einen Shake schlürft - okay, ebenfalls eine die frisch verliebt ist, aber keine, die zu Isabel passt.
Wie dem auch sei... die eigentliche Geschichte war für meine Verhältnisse ziemlich interessant, Isabel war mir teilweise zwar sehr unsympathisch, weil sie wirklich für alles einen Plan gebraucht hat, aber nach einer Weile kam man damit ziemlich gut klar. Ich mochte besonders die Szenen, wo sie Gage kennengelernt hat und sie sich einen kleine stillen Krieg geliefert haben, das kennt man zwar teilweise schon aus anderen Büchern, aber so what? Ich erwarte nicht bei jedem Buch etwas neues und hier war es ja wirklich nicht darauf ausgelegt. Bis kurz vor dem Schluss des Buches, war mir Ren ziemlich sympathisch, der hinreißend, lockerflockig, nicht unbedingt der klischeehafte Schauspieler der superabgehoben ist und sich von x Leuten beschützen lässt. Im Gegenteil, er flieht in die Toskana um ein wenig Abstand zu bekommen, scheut aber weder körperliche Arbeit noch zwischenmenschliche Kontakte. Ich fande es besonders lustig, dass er sich für jeden Trip in die Stadt eine neue Verkleidung ausgedacht hat.
Wenn man von der Geschichte der beiden absieht - die wirklich erst richtig intensiv ab der Mitte des Buches beginnt, bekommt man ab dieser Zeit auch eine zweite Geschichte und gar dritte Geschichte erzählt. Einmal ein kleiner Ehekrieg zwischen Ren's Ex-Frau und ihrem Ehemann (die Kinder finde ich übrigens zuckersüß, besonders Brittany hat es mir angetan!) und einmal von einer omniösen Statue. Es wird als nicht langweilig, auch wenn die ersten Seiten etwas langatmig sein können, ist man darüber hinaus, konnte ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen, tatsächlich habe ich heute beinahe die zweite Hälfte des Buches in einem Rutsch gelesen. :)

